1X will 2027 rund 50.000 NEO-Roboter ausliefern — zwei Werke in Kalifornien

- Ziel für 2027: 50.000 ausgelieferte NEO-Roboter.
- Hayward schafft 10.000 Einheiten pro Jahr, San Carlos ist für 100.000 ausgelegt — Volumen aber erst spät 2027.
- Vier Wochen von der CAD-Änderung bis zum laufenden Roboter, rund 1.000 Bauteile pro Einheit.
Der Humanoiden-Hersteller 1X will 2027 rund 50.000 NEO-Roboter fertigen und ausliefern. Zwei Werke in Kalifornien kommen zusammen auf eine geplante Jahreskapazität von 110.000 Einheiten. CEO Bernt Børnich nennt nicht die Stückzahl den Engpass, sondern die Qualität.
Die Zahlen. Das Werk in Hayward ist auf 10.000 Roboter pro Jahr ausgelegt; diese Rate soll nach Angaben von Børnich erst Ende 2026 erreicht werden. In San Carlos entsteht ein zweites Werk mit geplanter Kapazität von 100.000 Einheiten pro Jahr — der größte Teil davon werde aber erst spät 2027 verfügbar. Aus 10.000 plus 100.000 wird also nicht automatisch ein Ausstoß von 110.000 im Jahr 2027.
Produktion ist schwieriger als der Prototyp. Børnich sagt, seltene Fehler würden statistisch sichtbar, sobald die Stückzahl von Hunderten auf Tausende steigt. 1X will deshalb Qualitätsstufen nacheinander abarbeiten, statt die Werke sofort auszulasten. Sein Satz: Es gehe nicht darum, 50.000 Roboter zu verschiffen, sondern darum, dass Kunden sie nicht zurückschicken. Das heißt konkret: Ein Teil der frühen Geräte geht in den Feldservice, und 1X will Bauteile auch bei bereits ausgelieferten Robotern tauschen.
Was NEO kostet. Der Einstiegspreis liegt bei rund 18.200 €, dazu gibt es ein Abo ab etwa 454 € im Monat. 10.000 Vorbestellungen gingen nach Firmenangaben im Oktober 2025 innerhalb von fünf Tagen ein. Der Roboter ist klein und leicht gebaut, damit Reparaturen vor Ort möglich sind statt über einen klassischen Rückruf. Rund 1.000 Bauteile soll ein gut konstruierter Humanoide enthalten; Motoren und Seilantriebe fertigt 1X selbst, weil es für diese Teile keinen etablierten Zuliefermarkt gibt.
Der eigentliche Plan ist die Datenmenge. Die Flotte soll als Quelle für allgemeine Robotermodelle dienen. Børnich erwartet, dass Webvideos rund 99 Prozent der Trainingsdaten liefern; die Masse der Roboter soll für Vielfalt sorgen. Sein Argument: Man sei fast nie durch zu wenig Daten begrenzt, sondern durch zu wenig unterschiedliche Umgebungen. Für 2026 kündigt 1X einen formalen Sicherheitsnachweis an — die Voraussetzung dafür, dass Geräte in Haushalten dauerhaft laufen dürfen.
| Ziel 2027 | 50.000 ausgelieferte Roboter |
| Werk Hayward | 10.000 Einheiten pro Jahr |
| Werk San Carlos | 100.000 Einheiten pro Jahr (spät 2027) |
| Entwicklungszyklus | rund 4 Wochen von CAD-Änderung bis Lauf |
| Bauteile pro Roboter | rund 1.000 |
| Preis | ab rund 18.200 € oder Abo ab rund 454 € im Monat |
| Vorbestellungen | 10.000 in fünf Tagen (Oktober 2025) |
Kapazitäten sind Planzahlen. 1X hat 2026 noch keine 10.000 Einheiten produziert; ob die Qualitätsstufen das Ziel von 50.000 Einheiten 2027 zulassen, ist offen.
Was das für deutsche Betriebe heißt
Erstmals nennt ein Anbieter von Haushaltshumanoiden eine Stückzahl in Industriegröße. Für Käufer zählen trotzdem zwei andere Punkte: der Sicherheitsnachweis, der 2026 kommen soll, und ob 1X den Feldservice für Tausende Geräte tatsächlich stemmt.
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