Skaliert am schnellsten — die 10.000. Einheit lief im März 2026 vom Band.
Warum diese Bewertung: Breiteste Auswahl in Deutschland bestellbar, inklusive des einzigen Industriemodells mit Schutzklasse — Abzug für fehlende TOPS-Angaben.
Empfehlung
82
Modelle
6
Heute kaufbar
6
Preisspanne
21.400 € – 135.000 €
StärkeBreiteste Modellpalette in Deutschland bestellbar, vom Einstieg bis zur Industrieklasse.
SchwächeRechenleistung wird bei den meisten Modellen nicht veröffentlicht.
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Preise inkl. MwSt., soweit von deutschen Händlern verfügbar; sonst als Herstellerangabe in der jeweiligen Währung. Einführungsjahre sind nur dort angegeben, wo sie belegt sind — sonst steht „k. A.". Stärken und Schwächen sind unsere redaktionelle Einschätzung, kein Testergebnis. roboter-zentrale.de verkauft die Produkte nicht selbst; Links führen zu Händlern oder Herstellern.
Marktausblick 2030: Wer wird liefern?
Der Markt sortiert sich gerade neu. Wer heute kauft, entscheidet sich nicht nur für ein Gerät, sondern für einen Hersteller, der in fünf Jahren noch Ersatzteile, Software und Support liefern muss. Hier ist die Lage — und die zu erwartende Entwicklung.
16
Modelle heute lieferbar
In Deutschland über Reichelt bestellbar — alle aus China. Kein US-Hersteller verkauft aktuell frei an Unternehmen.
12.300 €
Einstiegspreis
So weit ist der Preis gefallen. Vor drei Jahren lagen vergleichbare Plattformen im sechsstelligen Bereich.
2.000
TOPS an der Spitze
Die verbaute KI-Rechenleistung ist zum eigentlichen Wettbewerbsfeld geworden — sie lässt sich später nicht nachrüsten.
China
Verfügbarkeit & Preis
UnitreeG1, R1, H1 — der Preisbrecher, größte Nutzergemeinde weltweit
AgiBot15.000 ausgelieferte Einheiten (Juli 2026, WAIC), A3 Ultra neu vorgestellt; sechs Modelle in Deutschland bestellbar
UBTechWalker S2 in Serienfertigung, Akku-Selbstwechsel für Dauerbetrieb
Booster, LimX, PNDboticsForschungs- und Entwicklungsplattformen, teils sofort lieferbar
Stärke: lieferbar, bezahlbar, große Auswahl. Schwäche: Rechenleistung oft nicht ausgewiesen, Support in Europa dünn.
USA
Fähigkeiten & Kapital
TeslaOptimus Gen 3 im Produktionsanlauf, erste Firmenkunden Ende 2026
Figure AIFigure 03 im Pilotbetrieb bei BMW
Boston DynamicsAtlas in Serie für Hyundai; externe Kunden ab 2027
Agility RoboticsDigit bereits im Kundeneinsatz — u. a. bei Schaeffler
ApptronikApollo im Pilot bei Mercedes-Benz, auch in Berlin
Stärke: technisch führend, hohe Investitionen. Schwäche: für deutsche Betriebe derzeit praktisch nicht käuflich.
Europa
Nähe & Industrie
NEURA RoboticsMetzingen — 4NE-1 ab Ende 2026 verfügbar, Mini bereits ausgeliefert
PAL RoboticsBarcelona — seit Jahren Forschungsroboter in der EU
1X TechnologiesNorwegen/USA — NEO für den Haushalt, weitere Märkte ab 2027
Stärke: Service, Sprache, Datenschutz und Nähe. Schwäche: kleine Stückzahlen, längere Wartezeiten.
Prognose 2030: Wer wird in Stückzahlen liefern?
Erwartete Jahresproduktion im Jahr 2030. Für Käufer ist das die wichtigste Frage nach dem Preis: Wer in Serie fertigt, liefert auch in fünf Jahren noch Ersatzteile und Software-Updates.
Rang
Hersteller
Prognose 2030 (Stück/Jahr)
Ausrichtung / Hardware
Status heute (2026)
1
Tesla USA
200.000 – 250.000
Massenmarkt, universell einsetzbar (zweibeinig)
Anlauf, B2B ab Ende 2026
2
Unitree China
120.000 – 150.000
Günstiger Einstieg & Logistik (zwei- und vierbeinig)
Heute kaufbar
3
AgiBot China
100.000 – 120.000
Gewerbe & Industrie (zweibeinig)
Heute kaufbar
4
Boston Dynamics USA / Südkorea
~100.000
Schwerindustrie & Automobil (zweibeinig)
Serie intern, extern ab 2027
5
SKL Robotics („Humanoid") Großbritannien
80.000 – 100.000
Europäische Logistik (radbasiert & zweibeinig)
Pilot mit Siemens
6
Figure AI USA
75.000 – 100.000
Anspruchsvolle Fertigung (zweibeinig)
Pilot bei BMW
7
NEURA Robotics Deutschland
60.000 – 80.000
Europäische Industrie-Cloud (zweibeinig & Cobots)
Verfügbar ab Ende 2026
8
Agility Robotics USA
40.000 – 50.000
Behältertransport im Lager (zweibeinig)
Im Kundeneinsatz
Der Balken zeigt die Stückzahl im Verhältnis zum Spitzenreiter. Zusammen ergäben diese acht Hersteller rund 775.000 bis 950.000 Roboter pro Jahr — gegenüber wenigen Tausend heute.
Warum diese Roboter so viel kosten
Die verbreitete Erzählung lautet, humanoide Robotik sei vor allem eine Software-Revolution. Eine Untersuchung der P3 group gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA kommt zu einem anderen Schluss.
Die Autoren haben die Hardware von unten aufgebaut durchgerechnet — Bauteil für Bauteil, entlang von vier Ebenen: Sensorik, Antrieb, Struktur und Energiesowie Greifhände als eigene Kategorie, weil diese praktisch immer komplett zugekauft werden.
Zwei Ergebnisse sind für Käufer wichtig. Erstens: Die Sensorik hat den kleinsten Kostenanteil.Was den Preis treibt, sind Antriebe, Getriebe, Batterien und Struktur — also Mechanik, nicht Elektronik. Zweitens: Die Kostenrechnung beruht auf Kleinserien- und Prototypenpreisen für den europäischen Markt und enthält weder Montage noch Software.
Daraus folgt für Ihre Planung: Preissenkungen werden nicht über bessere Software kommen, sondern über Stückzahlen in der Fertigung von Motoren, Getrieben und Akkus. Wer auf einen baldigen Preissturz wartet, sollte beobachten, ob diese Zulieferketten hochlaufen — nicht, welches KI-Modell als Nächstes angekündigt wird. Für europäische Zulieferer sehen die Autoren darin ausdrücklich eine Chance, weil Präzisionsmechanik und Mechatronik zu den Stärken der hiesigen Industrie gehören.
Was bis 2030 zu erwarten ist
2026 – 2027
Vom Labor in den Betrieb
Die ersten Serienauslieferungen an Firmenkunden laufen an — Tesla ab Ende 2026, Boston Dynamics extern ab 2027, NEURA aus Deutschland. Aus Pilotprojekten werden erste feste Arbeitsplätze.
2027 – 2028
Der Preis halbiert sich
Mit steigenden Stückzahlen sinken die Preise deutlich. Tesla nennt als Ziel unter 20.000 $. Damit werden Humanoide auch für kleinere Betriebe rechenbar — bisher war das eine Frage von hunderttausend Euro.
ab 2027
Mieten wird zum Normalfall
Robotics-as-a-Service setzt sich durch: feste Monatsrate statt Investition, Wartung und Updates inklusive. Erste Angebote gibt es bereits ab rund 900 € pro Tag beziehungsweise 5.000 € pro Monat.
2028 – 2030
Die Software entscheidet
Die Mechanik gleicht sich an; der Unterschied liegt dann in der KI an Bord und darin, wie schnell ein Roboter neue Aufgaben lernt. Genau deshalb ist die verbaute Rechenleistung heute das wichtigste Kaufkriterium.
2028 – 2030
Der Markt bereinigt sich
Von den derzeit über 40 Anbietern werden nicht alle bestehen. Wer keine Serienfertigung erreicht, verschwindet — mitsamt Ersatzteilversorgung und Software-Pflege für bereits verkaufte Geräte.
durchgehend
Europa bleibt die kleine, aber nahe Option
NEURA und SKL Robotics erreichen keine chinesischen Stückzahlen, punkten aber mit Service in der Landessprache, kurzen Wegen und europäischen Datenschutz-Standards — für viele Mittelständler der ausschlaggebende Punkt.
Was das für Ihre Kaufentscheidung bedeutet
Hersteller-Überleben ist ein Kaufkriterium. Ein Roboter ohne Ersatzteile und Updates ist nach drei Jahren Schrott. Fragen Sie nach geplanten Stückzahlen und der Support-Zusage für Europa.
Rechenleistung schlägt Mechanik. Gelenke lassen sich reparieren, der verbaute Rechner nicht tauschen. Wer heute zu knapp kauft, steht 2028 ohne Ausbaupfad da.
Wer jetzt kaufen muss, kauft chinesisch — wer warten kann, hat 2027 mehr Auswahl. Für ein Pilotprojekt ist das kein Nachteil; für den Dauerbetrieb lohnt der Blick auf Support vor Ort.
Mieten statt kaufen entschärft das Risiko. Solange die Preise fallen und die Technik schnell altert, ist eine Monatsrate oft die klügere Entscheidung als eine Investition.
Zur Einordnung: Die Stückzahlen für 2030 sind Prognosen auf Basis von Herstellerankündigungen, Kapazitätsplänen und Marktschätzungen — keine Zusagen der Unternehmen und keine gesicherten Zahlen. Sie dienen dazu, die Größenordnungen und das relative Gewicht der Anbieter einzuordnen. Der Status für 2026 beruht auf öffentlich dokumentierten Auslieferungen, Pilotprojekten und Produktankündigungen (Stand 30.07.2026). Angaben zu Verfügbarkeit und Preisen können sich kurzfristig ändern.