Sechs Humanoide, 1.730 Aufgaben: AgiBot lässt Roboter 24 Stunden einen Laden führen

- Sechs AgiBot Genie G2 arbeiteten vom 2. bis 3. November 24 Stunden in einem Laden im Shanghaier Bezirk Xuhui
- Bilanz: 683 Begrüßungen, 369 herausgesuchte Artikel, 147 Kaffees, 126 Frühstücksbestellungen, 277 Regalauffüllungen, 128 Tischreinigungen
- Vier der sechs Roboter bestanden die Prüfung nach Aufgabenerfüllung, Reaktionszeit, Fehlerbehandlung und Kundenrückmeldung
- Feine Handgriffe und die Neuplanung nach Blockaden blieben Schwachstellen; Erfolgsquote und menschliche Eingriffe wurden nicht genannt
Sechs humanoide Roboter haben in Shanghai 24 Stunden lang einen Verkaufsladen bedient. Von 10 Uhr am 2. November bis 10 Uhr am 3. November lief der Test im Stadtbezirk Xuhui, übertragen als Livestream. Die Maschinen vom Typ AgiBot Genie G2 kamen auf 1.730 erledigte Aufgaben.
Wer dort gearbeitet hat. Jeder Roboter hatte eine feste Rolle: einer begrüßte Kunden an der Tür, zwei holten Waren und räumten Regale ein, einer machte Kaffee, einer bediente Kasse und Warmtheke, einer wischte Tische. Die Bilanz des Veranstalters: 683 Begrüßungen, 369 herausgesuchte Artikel, 147 Kaffees, 126 Frühstücksbestellungen, 277 Regalauffüllungen und -kontrollen, 128 Tischreinigungen. Mehr als zwei Millionen Menschen sahen live zu.
Wie die Roboter gesteuert wurden. Ein Sprach- und Bildmodell namens GO-3 Preview diente als Gehirn. Die Software Genie Master verteilte die Aufgaben auf die sechs Maschinen. AgiBot zufolge gab es keine menschlichen Vorführungen und keine Anpassung vor Ort. Das heißt konkret: Die Abläufe mussten aus dem trainierten Modell kommen, nicht aus einer Choreografie, die eigens für diesen einen Laden geschrieben wurde.
Wo es gehakt hat. Feine Handgriffe blieben das Problem. Tüten mit Bonbons an Haken zu hängen und weichen Kuchen zu greifen, ohne ihn zu zerdrücken, misslang. Nach Blockaden brauchte ein Roboter länger, um seine Route neu zu planen. Tester mischten zudem normale und zuckerfreie Cola, um die Bestellprüfung zu überlisten, und stellten Regale um.
Wer den Test bestanden hat. Vier der sechs Roboter kamen durch die Bewertung. Geprüft wurden Aufgabenerfüllung, Reaktionszeit, Fehlerbehandlung und Kundenrückmeldungen. Eine Erfolgsquote und die Zahl der menschlichen Eingriffe veröffentlichte AgiBot nicht. Genau das sind aber die Kennzahlen, an denen sich ein Einsatz rechnet: Wie oft muss ein Mensch nachhelfen, und wie lange dauert eine Aufgabe im Vergleich zum Mitarbeiter?
| Roboter | 6× AgiBot Genie G2 |
| Einsatzdauer | 24 Stunden (2. bis 3. November) |
| Erledigte Aufgaben | 1.730 |
| Begrüßungen / Waren | 683 / 369 |
| Kaffee / Frühstück | 147 / 126 |
| Regalauffüllung und -kontrolle | 277 |
| Tischreinigungen | 128 |
| Zuschauer im Livestream | über 2 Millionen |
| Bestandene Prüfung | 4 von 6 Robotern |
Die Aufgabenzahl ist eine Angabe des Herstellers. Erfolgsquote, Fehlversuche und die Häufigkeit menschlicher Eingriffe fehlen. Ohne diese Werte lässt sich aus dem Test keine Wirtschaftlichkeit ableiten.
Ein Ladentest beweist Ausdauer, nicht Rentabilität
24 Stunden ohne Unterbrechung sind ein Fortschritt gegenüber der Vorführung auf einer Messe. Für eine Investitionsentscheidung reicht das nicht: Entscheidend ist, wie oft der Roboter scheitert und wie viel Personal daneben stehen muss. Wer solche Systeme einkauft, sollte Erfolgsquote und Eingriffshäufigkeit vertraglich verlangen.
Was würde ein Roboter in Ihrem Betrieb kosten?
Rechnen Sie Break-even und Monatsrate in 60 Sekunden aus — kostenlos, ohne Anmeldung.
Zum ROI-Rechner →