Agility und FORT Robotics bauen die Sicherheitstechnik für den Humanoiden Digit 5

- Agility und FORT Robotics haben eine Absichtserklärung zur Sicherheit von Digit 5 unterschrieben.
- Die Sicherheitsarchitektur hat drei Teile: Handgerät, Funkverbindung im Roboter, Schnittstelle nach außen.
- Die Vorgänger von Digit 5 haben über 65.000 Betriebsstunden gesammelt.
- Sie laufen bei Schaeffler, beim Logistiker GXO und bei Toyota in Kanada.
- FORT deckt künftig auch Zulassung, Auslegung und Inbetriebnahme mit ab.
Agility Robotics und FORT Robotics haben eine Partnerschaft zur Sicherheitstechnik des Humanoiden Digit 5 vereinbart. Aus einer jahrelangen Zulieferbeziehung wird eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur mit drei Teilen. Sie soll den Roboter auch dort absichern, wo er sich frei zwischen Menschen bewegt.
Was vereinbart wurde. Die beiden Unternehmen haben eine Absichtserklärung unterschrieben. FORT liefert künftig nicht mehr nur eine Komponente, sondern arbeitet an drei Bausteinen mit: einem Sicherheitshandgerät, der Kommunikation im Roboter und einer Schnittstelle nach außen. Diese äußere Schnittstelle verbindet Digit mit den Sicherheitssystemen der Fabrik. Das heißt konkret: Der Not-Aus wirkt nicht nur am Roboter selbst, sondern auch über die Anlage.
Warum das der eigentliche Engpass ist. Humanoide sollen in Hallen arbeiten, die für Menschen gebaut sind. Dort reicht es nicht, dass der Roboter stehen bleibt, wenn jemand davorsteht. Die Steuerung selbst kann sich irren, deshalb braucht es eine zweite, unabhängige Ebene. Agility nennt drei Stufen: Menschen erkennen, Signale geben, Bewegung sicher begrenzen. Ein Handgerät mit Not-Aus und Freigabetaste sichert Einrichtung und Wartung ab.
Der Roboter hat Betriebsstunden vorzuweisen. Die Vorgänger von Digit 5 haben laut Agility mehr als 65.000 Betriebsstunden gesammelt. Sie laufen beim Zulieferer Schaeffler, beim Logistiker GXO und im Werk von Toyota in Kanada. Das heißt konkret: Digit ist kein Prototyp mehr, sondern arbeitet in bezahlten Aufträgen — und muss dort die Sicherheitsvorgaben des Kunden erfüllen.
Was die Partner dazu sagen. „Jede Ebene, die wir mit FORT ergänzt haben, hat das Sicherheitssystem belastbarer gemacht“, sagt Agility-CTO Pras Velagapudi. FORT-Gründer Samuel Reeves sagt, physische KI gewinne Vertrauen nur, wenn die Sicherheitsschicht genauso belastbar sei wie der Roboter. Neben der Technik soll die Partnerschaft auch Zulassung, Auslegung und Inbetriebnahme abdecken. Beide Firmen müssen also gegenüber Aufsicht und Kunden gemeinsam geradestehen.
| Teil 1 | Sicherheitshandgerät mit Not-Aus |
| Teil 2 | Kommunikation im Roboter |
| Teil 3 | Schnittstelle zu externen Sicherheitssystemen |
| Betriebsstunden Digit | über 65.000 |
| Kunden | Schaeffler, GXO, Toyota Kanada |
| Partner | FORT Robotics |
Die Vereinbarung ist eine Absichtserklärung, kein fertiger Liefervertrag. Zulassungen und Betriebsdaten für Digit 5 liegen noch nicht vor.
Fazit
Humanoide scheitern in der Fabrik selten an der Mechanik, sondern am Sicherheitsnachweis. Wer Digit 5 kauft, kauft die Sicherheitsarchitektur mit. Agility bindet dafür einen spezialisierten Partner fester an sich — und macht die Sicherheit zum Verkaufsargument.
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