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Cherys Robotikmarke AiMOGA öffnet Vorverkauf für Heimumanoiden Mobo

Symbolbild: Roboter bei einer Haushaltsaufgabe, hier eine Faltstation für Wäsche (Quelle: Weave Robotics)
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Mobo ist als Begleiter für Familien gedacht: 22 Freiheitsgrade, Sprach- und Bilderkennung, Gedächtnis für Gewohnheiten.
  • Die KI-Ebene MoAgent soll Aufträge in Teilschritte zerlegen und längere Aufgaben planen.
  • Der Vorverkauf startet am 21. Oktober beim Chery-Nutzerkongress in Wuhu; Preise fehlen.
  • AiMOGA nennt über 3.000 ausgelieferte Roboter in mehr als 60 Ländern.

Der chinesische Autobauer Chery steigt mit seiner Marke AiMOGA in das Geschäft mit Heimumanoiden ein. Der Roboter Mobo wird vom 19. bis 23. Oktober auf dem Chery-Nutzerkongress in Wuhu gezeigt, der weltweite Vorverkauf startet am 21. Oktober. Einen Preis nennt das Unternehmen nicht.

Was Mobo können soll. Der Roboter hat 22 Freiheitsgrade und soll sich damit bewegen, gestikulieren und tanzen. Die KI-Ebene MoAgent soll Aufträge in Teilschritte zerlegen und längere Aufgaben planen, statt nur einzelne Befehle auszuführen. Dazu kommen räumliche Wahrnehmung, Objekterkennung, Sprach- und Bilddaten sowie ein Gedächtnis für die Gewohnheiten einzelner Familienmitglieder. Das heißt konkret: Der Roboter soll sich merken, wer im Haus wann was braucht.

Woher die Technik kommt. AiMOGA gehört zur Chery Group und nutzt deren Entwicklungsnetz, Lieferkette, Umgebungswahrnehmung und das KI-Modell CheryMind. Das Unternehmen nennt mehr als 3.000 ausgelieferte Roboter in über 60 Ländern und mehr als 100 Anwendungsfälle, von Autohäusern über Handel und Behörden bis zu Sicherheit und Gesundheit. Auf dem Kongress zeigt AiMOGA auch Polizei- und Pflegeroboter, den Retail-Roboter Mornine und den Vierbeiner Argos Pro.

Was fehlt. Preis, Anzahlung und Liefertermin lässt AiMOGA offen. Auch zur Stückzahl und zu den technischen Grenzen im Haushalt macht die Ankündigung keine Angaben. Beim Datenschutz verweist das Unternehmen auf Schutzmaßnahmen, ohne sie zu benennen. Kameras und Mikrofone in der Wohnung sind aber genau die Punkte, an denen Käufer nachfragen.

Warum das über den Handel hinausgeht. Chery ist nicht der erste Autohersteller mit eigenem Humanoiden: XPeng zeigt mit IRON ein eigenes Modell. Autohersteller bringen mit, was der Robotik bisher fehlt — Zulieferketten, Aktuatoren in Stückzahlen und Erfahrung mit Serienqualität. Für deutsche Mittelständler ist weniger der Heimumanoid interessant als der Preisverfall bei Bauteilen, den solche Konzerne auslösen.

Mobo auf einen Blick
MarkeAiMOGA Robotics (Chery Group)
ModellMobo, Heimumanoid
Freiheitsgrade22
KI-SystemMoAgent
Vorverkaufab 21. Oktober 2026, weltweit
Preisnicht genannt
Flotteüber 3.000 Einheiten in 60+ Ländern

Die Ankündigung ist ein Vorverkaufsstart, kein Produktversprechen. Ohne Preis, Liefertermin und Datenschutzkonzept lässt sich nicht beurteilen, ob Mobo 2027 in einem Haushalt steht.

Fazit

AiMOGA zeigt, wie schnell Autohersteller in den Heimumanoiden-Markt drängen — mit geliehener Lieferkette und ohne Preis. Der 21. Oktober bleibt ein Datum zum Notieren, weil dann sichtbar wird, ob Mobo ein Produkt oder eine Studie ist. Wer im Handel oder in der Pflege über Roboter nachdenkt, sollte Preis und Liefertermin abwarten, nicht die Ankündigung.

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