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AutoStore baut das Lager weiter zum Selbstläufer aus

AutoStore-System mit Behältern an einer Station
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • FlexBinsPort führt alle Behälterhöhen an einer Station zusammen und soll die Lagerausnutzung um 10 bis 15 Prozent erhöhen, Lieferung ab dem vierten Quartal 2026.
  • AutoCase unterstützt ab dem ersten Quartal 2027 Kartons bis 600 mal 400 Millimeter und läuft bereits bei Nowaste Logistics und Komplett.
  • Pio Pal bringt Roboter-Greifen als Mietmodell für kleinere Betriebe, bis zu 540 Auftragspositionen pro Stunde.
  • CubeFleet soll ungeplante Stillstände nach Herstellerangabe um 35 bis 45 Prozent senken.

AutoStore hat am 14. Oktober sein Produktpaket für den Herbst 2026 vorgestellt. Der norwegische Hersteller von Behälterlagern will damit manuelle Eingriffe weiter zurückdrängen — von gemischten Behälterhöhen bis zur vorausschauenden Wartung. Ziel ist ein Lagerbetrieb, der zeitweise ohne Personal auskommt.

Was an der Station neu ist. FlexBinsPort führt alle gängigen Behälterhöhen an einem Arbeitsplatz zusammen. Der Hersteller rechnet mit 10 bis 15 Prozent besserer Lagerausnutzung und höherer Arbeitsleistung; ausgeliefert wird ab dem vierten Quartal 2026. AutoCase, die Technik für gemischtes Karton- und Stückgreifen, unterstützt ab dem ersten Quartal 2027 Kartons bis 600 mal 400 Millimeter. Mehrere Stationen sollen dann an derselben Aufgabe arbeiten, damit ein durchgehender Kartonfluss für Palettieren und Verpacken entsteht. Im Einsatz ist AutoCase bereits bei Nowaste Logistics in Schweden und bei Komplett in Norwegen.

Greifen wird zum Abo. Mit Pio Pal bringt AutoStore das robotergestützte Stückgreifen als Mietmodell in kleinere Betriebe. Der Hersteller nennt bis zu 540 Auftragspositionen pro Stunde bei bereits vorkommissionierten Aufträgen und verspricht bis zu dreimal mehr Leistung ohne zusätzliches Personal. Die erste Anlage läuft bei der Bekleidungsfirma Famme in Norwegen, weitere sind für das erste Quartal 2027 geplant. Das heißt konkret: Das Greifen kommt als laufende Kostenposition ins Budget statt als Investition in eine eigene Anlage.

Software rechnet vorher. CubeExplore modelliert mit generativer KI den erwarteten Nutzen einer Anlage und stützt sich dabei auf Betriebsdaten und vergleichbare Projekte. AutoStore Intelligence in CubeStudio ergänzt einen Entwurfsassistenten, der Anlagenvarianten vor dem Aufbau vergleicht. CubeFleet bündelt Wartungsmeldungen, Anleitungen und Arbeitsaufträge in einer Flottenverwaltung; nach Herstellerangabe lassen sich ungeplante Stillstände damit um 35 bis 45 Prozent senken.

Wie das Unternehmen argumentiert. Produktvorstand Parth Joshi sagt, Autonomie dürfe keinen Sprung ins Ungewisse verlangen, sondern müsse Hindernisse einzeln aus dem Weg räumen. Er nennt FlexBinsPort, AutoCase, Pio Pal, CubeFleet und VersaAI ausdrücklich als Bausteine auf dem Weg zum Lager ohne ständige Anwesenheit.

AutoStore, Herbst 2026
FlexBinsPortalle Behälterhöhen an einer Station, plus 10 bis 15 Prozent Ausnutzung
Verfügbarkeit FlexBinsPortab viertem Quartal 2026
AutoCaseKartons bis 600 mal 400 Millimeter, ab erstem Quartal 2027
Pio PalGreifen im Mietmodell, bis 540 Auftragspositionen pro Stunde
WartungCubeFleet, laut Hersteller 35 bis 45 Prozent weniger Stillstände
Erste KundenNowaste Logistics, Komplett, Famme (alle Norwegen/Schweden)

Alle Leistungswerte stammen von AutoStore. Preise, Lieferzeiten für Deutschland und Referenzanlagen im deutschen Markt nennt die Ankündigung nicht.

Wo der Personalaufwand wirklich sitzt

Der Nutzen neuer Lagertechnik entsteht nicht im Regal, sondern an den Übergabepunkten: Behälterwechsel, Kartonformate, Nachschub und Störungen. Prüfen Sie vor jeder Erweiterung, an welchen drei Stellen Ihre Mitarbeiter heute noch körperlich eingreifen — dort entscheidet sich, ob sich die nächste Ausbaustufe rechnet.

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