DALE: Bohrrroboter zieht 385.000 Löcher in Rechenzentren

- DEWALT und August Robotics haben den Bohrrroboter DALE für den Rechenzentrumsbau entwickelt
- Über 385.000 gebohrte Löcher, über 99 Prozent Genauigkeit (Herstellerangabe)
- Der Roboter bohrt bis zu zehnmal schneller als herkömmliche Verfahren
- DALE arbeitet als Teil einer Flotte, mit Absaugung und KI-Prüfung
Der Bohrrroboter DALE von DEWALT hat nach Herstellerangaben mehr als 385.000 Löcher in Beton gebohrt — mit über 99 Prozent Genauigkeit. Entwickelt wurde er mit dem Robotikunternehmen August Robotics für den Bau von Rechenzentren.
Was das Gerät tut. In Rechenzentren müssen tausende Löcher in Beton, um Serverracks, Leitungen und Lüftung zu befestigen. DALE fährt eine Fläche ab, richtet sich aus und bohrt nach vorgegebenem Plan. Nach Angaben von DEWALT ist er bis zu zehnmal schneller als herkömmliche Verfahren. Das heißt konkret: Eine Arbeit, die bisher mehrere Bautrupps über Wochen bindet, übernimmt eine Maschine mit einem Bediener.
Was im Pilotbetrieb herauskam. In 44 Bauphasen von Rechenzentren verkürzte der Einsatz nach DEWALT-Angaben mehr als 300 Wochen. Der Roboter saugt Bohrstaub selbst ab, prüft seine Arbeit mit KI und lässt sich aus der Ferne überwachen. Wechselakkus halten ihn ohne lange Pausen im Einsatz.
Warum die Flotte zählt. DALE ist ausdrücklich für den Einsatz mehrerer Maschinen gebaut. Auf großen Rechenzentrumsflächen arbeiten mehrere Bautrupps parallel. Das heißt konkret: Der Bauleiter erhöht die Bohrkapazität, ohne mehr Menschen für dieselbe Tätigkeit einzusetzen.
Wo das hinführt. Rechenzentren sind derzeit einer der größten Wachstumsmärkte im Bau. Wiederkehrende Arbeiten wie Bohren, Verkabeln oder Verlegen sind die ersten Kandidaten für Roboter. Parallel arbeitet etwa ein US-Unternehmen an Robotern für die Serververkabelung. Wer Bauleistungen einkauft, sollte Angebote künftig auch nach dem Automatisierungsanteil bewerten.
| Hersteller | DEWALT, Plattform von August Robotics |
| Gebohrte Löcher | über 385.000 (Herstellerangabe) |
| Genauigkeit | über 99 Prozent |
| Geschwindigkeit | bis zu 10-fach gegenüber herkömmlichen Verfahren |
| Pilotprojekt | über 300 Wochen eingespart in 44 Bauphasen |
| Betrieb | Flotte, Fernüberwachung, Wechselakkus, Absaugung |
| Auszeichnung | Fast Company „Next Big Things in Tech 2026" |
Die Zahlen kommen von DEWALT selbst. Unabhängige Messungen zu Genauigkeit, Stillstand und Kosten pro Loch liegen nicht vor. Der Roboter bohrt nach Plan — Sonderfälle bleiben Handarbeit.
Fazit
DALE zeigt, dass Baustellen nicht mehr nur Kulisse für Robotik sind. Wo tausende gleiche Löcher entstehen, rechnet sich die Maschine schnell. Wer Rechenzentren baut, sollte Angebote künftig auch danach fragen, welcher Anteil der Arbeiten automatisiert ausgeführt wird.
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