Origin von HIRO: Zweiarm-Roboter für 50.050 Euro am festen Arbeitsplatz

- Origin steht fest an einem Arbeitsplatz und arbeitet mit zwei Armen.
- Preis: rund 50.050 Euro; verkauft wird nur auf Anfrage.
- 160 Zentimeter hoch, 17 Achsen, drei Tiefenkameras, Zangen mit zwei Fingern.
Origin ist ein Roboter, der nicht läuft. Der Zweiarm-Roboter von HIRO Industries steht fest an einem Arbeitsplatz und greift dort nach Teilen. Der Prototyp kostet umgerechnet rund 50.050 Euro und wird nur auf Anfrage verkauft.
Wer Origin baut. HIRO Industries sitzt in Corvallis im US-Bundesstaat Oregon und wurde von Lex Roller und Ethan Marreel gegründet. Beide kommen aus Industrieautomation, Roboterplattformen und Forschung zu taktiler Sensorik. Origin ist als Prototyp gelistet: kein Händler, keine Preisliste, keine Lieferzeit. Interessenten müssen anfragen. Das ist bei jungen Roboterfirmen üblich, erschwert aber die Planung im Einkauf.
Was der Roboter kann. Origin ist 160 Zentimeter hoch und hat 17 Achsen, wobei die Hände mit 16 den weitaus größten Teil stellen. Die Greifer sind Zangen mit zwei Fingern, HIRO verzichtet bewusst auf eine menschenähnliche Hand. Drei Tiefenkameras liefern das Bild der Umgebung: eine im Kopf, je eine im Handgelenk. Sie arbeiten mit 1280 mal 800 Bildpunkten und bis zu 60 Bildern pro Sekunde, die Tiefenmessung mit bis zu 30. Das heißt konkret: Der Roboter erkennt Teile und ihre Lage selbst und lässt sich flexibel einsetzen, statt auf eine einzige feste Greifposition getaktet zu sein.
Warum fest statt laufend. Ein fester Standort spart Balance-Technik, Akku und Sicherheitsabstand. Diese Bauform trifft den größten Teil des Marktes: Laut dem Marktforscher IDTechEx zielen rund 80 Prozent aller bisher entwickelten Humanoide auf Industrieanwendungen. Ein Industrie-Humanoid wiegt im Schnitt 78 Kilogramm, mehr als die Hälfte davon sind Antriebe. Wer auf einen festen Sockel setzt, spart genau dieses Gewicht.
Was der Preis bedeutet. 50.050 Euro sind für zwei Arme mit Kameras und eigener Wahrnehmung ein mittleres Niveau. Ein Humanoider auf Rädern wie Feather startet bei 27.300 Euro, die Vesoma 1 aus München ist mit 45.500 Euro angesetzt. Ausgereifte Industrieroboter sind billiger, weil sie nichts sehen müssen. Bei Origin fehlen dafür die harten Daten: keine Traglast, keine Taktzeit, keine Wiederholgenauigkeit, keine Lebensdauer der Zangen. Das heißt konkret: Für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung ist der Prototyp noch zu dünn.
| Preis | rund 50.050 €, nur auf Anfrage |
| Höhe | 160 Zentimeter |
| Achsen | 17, davon 16 in den Händen |
| Sensorik | 3 Tiefenkameras: Kopf und beide Handgelenke |
| Status | Prototyp |
| Sitz | Corvallis, Oregon (USA) |
Kein Produkt mit Datenblatt: Origin ist ein Prototyp. Angaben zu Traglast, Taktzeit und Haltbarkeit fehlen vollständig — vor einer Investition unbedingt beim Hersteller anfragen.
Fazit: Ein Preis, noch kein Produkt
Origin reduziert den Humanoiden auf das, was in Lager und Fertigung gebraucht wird: zwei Arme, Kameras und ein fester Platz. Der Preis liegt im Rahmen vergleichbarer Systeme. Wer heute kaufen will, bekommt aber einen Prototyp ohne Leistungsdaten — und damit ein Projekt, das noch keine Kalkulation trägt.
Was würde ein Roboter in Ihrem Betrieb kosten?
Rechnen Sie Break-even und Monatsrate in 60 Sekunden aus — kostenlos, ohne Anmeldung.
Zum ROI-Rechner →