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Origin von HIRO: Zweiarm-Roboter für 50.050 Euro am festen Arbeitsplatz

Roboterarm mit Sauggreifer hebt einen Karton auf einer Technikmesse
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Origin steht fest an einem Arbeitsplatz und arbeitet mit zwei Armen.
  • Preis: rund 50.050 Euro; verkauft wird nur auf Anfrage.
  • 160 Zentimeter hoch, 17 Achsen, drei Tiefenkameras, Zangen mit zwei Fingern.

Origin ist ein Roboter, der nicht läuft. Der Zweiarm-Roboter von HIRO Industries steht fest an einem Arbeitsplatz und greift dort nach Teilen. Der Prototyp kostet umgerechnet rund 50.050 Euro und wird nur auf Anfrage verkauft.

Wer Origin baut. HIRO Industries sitzt in Corvallis im US-Bundesstaat Oregon und wurde von Lex Roller und Ethan Marreel gegründet. Beide kommen aus Industrieautomation, Roboterplattformen und Forschung zu taktiler Sensorik. Origin ist als Prototyp gelistet: kein Händler, keine Preisliste, keine Lieferzeit. Interessenten müssen anfragen. Das ist bei jungen Roboterfirmen üblich, erschwert aber die Planung im Einkauf.

Was der Roboter kann. Origin ist 160 Zentimeter hoch und hat 17 Achsen, wobei die Hände mit 16 den weitaus größten Teil stellen. Die Greifer sind Zangen mit zwei Fingern, HIRO verzichtet bewusst auf eine menschenähnliche Hand. Drei Tiefenkameras liefern das Bild der Umgebung: eine im Kopf, je eine im Handgelenk. Sie arbeiten mit 1280 mal 800 Bildpunkten und bis zu 60 Bildern pro Sekunde, die Tiefenmessung mit bis zu 30. Das heißt konkret: Der Roboter erkennt Teile und ihre Lage selbst und lässt sich flexibel einsetzen, statt auf eine einzige feste Greifposition getaktet zu sein.

Roboterarm poliert Gitarrenkorpusse im Werk von C.F. Martin — stationäre Roboter arbeiten heute schon an festen Arbeitsp
Roboterarm poliert Gitarrenkorpusse im Werk von C.F. Martin — stationäre Roboter arbeiten heute schon an festen Arbeitsplätzen (Quelle: Wikimedia Commons, CC BY 4.0)

Warum fest statt laufend. Ein fester Standort spart Balance-Technik, Akku und Sicherheitsabstand. Diese Bauform trifft den größten Teil des Marktes: Laut dem Marktforscher IDTechEx zielen rund 80 Prozent aller bisher entwickelten Humanoide auf Industrieanwendungen. Ein Industrie-Humanoid wiegt im Schnitt 78 Kilogramm, mehr als die Hälfte davon sind Antriebe. Wer auf einen festen Sockel setzt, spart genau dieses Gewicht.

Was der Preis bedeutet. 50.050 Euro sind für zwei Arme mit Kameras und eigener Wahrnehmung ein mittleres Niveau. Ein Humanoider auf Rädern wie Feather startet bei 27.300 Euro, die Vesoma 1 aus München ist mit 45.500 Euro angesetzt. Ausgereifte Industrieroboter sind billiger, weil sie nichts sehen müssen. Bei Origin fehlen dafür die harten Daten: keine Traglast, keine Taktzeit, keine Wiederholgenauigkeit, keine Lebensdauer der Zangen. Das heißt konkret: Für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung ist der Prototyp noch zu dünn.

Origin in Zahlen
Preisrund 50.050 €, nur auf Anfrage
Höhe160 Zentimeter
Achsen17, davon 16 in den Händen
Sensorik3 Tiefenkameras: Kopf und beide Handgelenke
StatusPrototyp
SitzCorvallis, Oregon (USA)

Kein Produkt mit Datenblatt: Origin ist ein Prototyp. Angaben zu Traglast, Taktzeit und Haltbarkeit fehlen vollständig — vor einer Investition unbedingt beim Hersteller anfragen.

Fazit: Ein Preis, noch kein Produkt

Origin reduziert den Humanoiden auf das, was in Lager und Fertigung gebraucht wird: zwei Arme, Kameras und ein fester Platz. Der Preis liegt im Rahmen vergleichbarer Systeme. Wer heute kaufen will, bekommt aber einen Prototyp ohne Leistungsdaten — und damit ein Projekt, das noch keine Kalkulation trägt.

Alternative am Markt

Feather ist ein Humanoider auf Rädern und kostet 27.300 Euro.

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