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Einsatz

ID Logistics testet Humanoiden im Lager — erster Pilot in Deutschland in sechs Monaten

Logistikzentrum mit automatisierten Transportrobotern (Symbolbild)
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Die Partnerschaft gilt seit dem 1. November 2026, ein erster Praxistest soll binnen sechs Monaten starten
  • Zwei Unitree G1 EDU6 sortierten ein Jahr lang Kartons und Versandtüten, einer in Griesheim, einer in Löhne
  • Vier bis fünf mögliche Aufgaben werden geprüft, danach wird Modell und Aufgabe festgelegt
  • Angaben zu Durchsatz, Fehlerquote, Standort und Budget machten die Partner nicht

ID Logistics und Terra Robotics wollen humanoide Roboter in den Lagerbetrieb bringen. Die strategische Partnerschaft gilt seit dem 1. November. Ein erster Praxistest soll binnen sechs Monaten an einem deutschen Standort starten. Zuvor lief ein Jahr lang ein Vergleichstest mit zwei identischen Robotern vom Typ Unitree G1.

Was in dem Jahr passiert ist. Beide Partner kauften je einen Unitree G1 EDU6. Einer stand bei ID Logistics in Griesheim und hieß IDA, der zweite bei Terra Robotics in Löhne und hieß Heinz. Mit Händen, die Druck erfühlen, lernten beide, Kartons von Versandtüten zu unterscheiden und die Teile in Versandboxen zu sortieren. Weil die Programme parallel entstanden, ließen sich die Ergebnisse direkt vergleichen.

Wie der Pilot ablaufen soll. Zuerst prüfen die Partner vier bis fünf mögliche Aufgaben, von der Kommissionierung über das Sortieren bis zum Verpacken. Dann fällt die Wahl auf eine Aufgabe und ein Robotermodell. Terra Robotics arbeitet mit mehreren Herstellern, darunter Unitree und UBTech, und will je nach Fall das passende Gerät einsetzen. Standort, Budget und Durchsatzziele sind nicht genannt.

Warum die Logistik als Testfeld gilt. Kontraktlogistik heißt: Der Dienstleister betreibt das Lager im Auftrag seiner Kunden. Viele Abläufe wiederholen sich dort millionenfach, und die Hallen sind für Menschen gebaut. ID Logistics bringt 450 Standorte ein, davon 17 in Deutschland, und bewirtschaftet hier rund 910.000 Quadratmeter. Das heißt konkret: Der Roboter muss nicht alles können, sondern eine immer gleiche Aufgabe über eine ganze Schicht zuverlässig.

Was noch fehlt. Kennzahlen zu Durchsatz, Fehlerquote und menschlichen Eingriffen haben beide Firmen nicht veröffentlicht. Eine Erkenntnis aus dem Jahr ist laut ID Logistics, dass es keine Universallösung für alle Lageraufgaben geben wird. Wer selbst testet, sollte deshalb vor dem Start festlegen, welche Aufgabe, welche Taktzeit und welche Fehlerquote als Erfolg gelten.

Partnerschaft und Testlauf
PartnerID Logistics und Terra Robotics (Terra Connect)
Partnerschaft seit1. November 2026
Pilotbinnen sechs Monaten, deutscher Standort
Getestete Roboter2× Unitree G1 EDU6 (IDA, Heinz)
TeststandorteGriesheim und Löhne
Geprüfte Aufgaben4 bis 5 Szenarien
Standorte ID Logistics450 weltweit, 17 in Deutschland
Fläche in Deutschlandrund 910.000 Quadratmeter

Der geplante Pilot ist ein Erprobungslauf, kein Produktivbetrieb. Beide Partner nennen weder Fehlerquote noch Durchsatz. Aussagen zur Wirtschaftlichkeit sind damit noch nicht belegt.

Ein Pilot ist keine Produktivlösung

Der Schritt von der Programmierübung zum laufenden Lager ist der schwierigste Teil. ID Logistics und Terra Robotics gehen ihn in überschaubarem Rahmen und wollen zuerst eine Aufgabe sauber lösen. Wer Humanoiden im Lager testet, sollte es genauso machen — und die Erfolgskriterien vor dem ersten Testtag schriftlich festhalten.

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