World Robotics 2026: Deutschland installiert 41 Prozent aller Industrieroboter in der EU

- 24.800 neue Industrieroboter in Deutschland: 41 Prozent des EU-Marktes, Platz fünf weltweit.
- Weltweit stehen erstmals fünf Millionen Industrieroboter in Fabriken, ein Plus von 9 Prozent.
- Die deutsche Autoindustrie installiert nur noch 5.800 Einheiten; ihr Anteil fällt von 40 auf 23 Prozent.
- Der IFR sieht das nächste Wachstum in Deutschland vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben.
Deutschlands Fabriken haben 2025 rund 24.800 Industrieroboter neu installiert. Das sind 41 Prozent aller Neuinstallationen in der Europäischen Union. Weltweit liegt Deutschland damit auf Platz fünf, hinter China, den USA, Japan und Südkorea. Die Zahlen stammen aus dem Jahresbericht World Robotics 2026 des Weltverbands der Robotikindustrie.
Fünf Millionen Roboter im Einsatz. Der weltweite Bestand an Industrierobotern ist 2025 um 9 Prozent auf fünf Millionen Einheiten gestiegen. Fabriken installierten über 600.000 neue Roboter, ein Plus von 11 Prozent. China allein kommt auf 354.000 Einheiten und damit 59 Prozent aller Neuinstallationen weltweit. Für 2026 erwartet der Verband 655.000 neue Roboter, für 2029 rund 806.000 pro Jahr.
Deutschland wächst langsamer als der Weltmarkt. Zwischen 2020 und 2025 legten die Installationen hierzulande im Schnitt um 2 Prozent pro Jahr zu, 2025 sank der Absatz um 8 Prozent. Die deutsche Automobilindustrie installierte 5.800 Roboter und stellt damit noch 23 Prozent der Nachfrage. Im Jahr 2020 lag ihr Anteil bei 40 Prozent. Die Metallverarbeitung kam auf 5.300 Einheiten, ein Minus von 13 Prozent, die Chemie- und Kunststoffbranche auf 3.000 Einheiten und damit 5 Prozent weniger.
Auch die Hersteller spüren den Rückgang. Die Produktion von Industrierobotern in Deutschland fiel um 24 Prozent auf 23.700 Einheiten. Die Exporte gingen um 37 Prozent auf 15.100 Stück zurück. Die IFR nennt dafür zwei Gründe: Hersteller fertigen näher an ihren Absatzmärkten, und viele internationale Anbieter nutzen Deutschland nur noch als Vertriebszentrale für Europa.
Wo das Wachstum herkommen soll. Für 2026 rechnet die IFR in Deutschland mit einem weiteren Rückgang, ab 2027 wieder mit steigenden Zahlen. Das größte Potenzial sieht der Verband im Mittelstand. Gemeint sind Roboter, die weniger Programmierkenntnisse verlangen, günstige Einstiegsmodelle und Mietmodelle, bei denen der Betrieb pro Stunde statt pro Maschine zahlt. Das heißt konkret: Wer heute über Automatisierung nachdenkt, findet mehr Angebote, für die er keinen eigenen Roboter-Programmierer einstellen muss.
| Installierte Industrieroboter 2025 | 24.800 Einheiten |
| Anteil an der EU-27 | 41 Prozent |
| Rang weltweit | Platz 5 nach China, USA, Japan, Südkorea |
| Automobilindustrie | 5.800 Einheiten, 23 Prozent Anteil |
| Veränderung 2025 | minus 8 Prozent |
| Weltbestand 2025 | 5 Millionen Roboter, plus 9 Prozent |
| Prognose 2026 weltweit | 655.000 neue Einheiten |
Der deutsche Markt schrumpft 2025, während der Weltmarkt um 11 Prozent wächst. Ein Betrieb sollte seine Automatisierungsplanung also nicht am deutschen Durchschnitt ausrichten, sondern am eigenen Bedarf.
Was das für den Mittelstand heißt
Der Weltmarkt wächst weiter, Deutschland verliert Tempo. Der IFR nennt den Mittelstand ausdrücklich als Wachstumsfeld und verweist auf einfach programmierbare und gemietete Roboter. Wer seine Fertigung 2027 automatisieren will, sollte die Angebote dafür jetzt vergleichen.
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