Jungheinrich bringt Paletten-Shuttle für bestehende Hallen — 200 Projekte in 25 Ländern

- Der UP-Carrier GTJ verdichtet Palettenlager in bestehenden Hallen, ohne größere Umbauten
- Der Transport bleibt zunächst beim Stapler und wird später schrittweise automatisiert
- Entwicklung von der Idee bis zur Marktreife in neun Monaten, über 200 Projekte in mehr als 25 Ländern
- Jungheinrich ergänzt damit seine Vierweg-Shuttles für vollautomatische Hochregallager
Jungheinrich und der italienische Intralogistikspezialist Automha haben gemeinsam einen Palettenshuttle entwickelt, der in vorhandene Regale passt. Der UP-Carrier GTJ erhöht die Lagerdichte, ohne dass die Halle umgebaut werden muss. Der Stapler bleibt zunächst im Einsatz und wird später Schritt für Schritt ersetzt.
Was ist der Unterschied zu einem Hochregallager? Ein klassisches automatisches Palettenlager braucht neue Stahlregale, neue Fördertechnik und meist eine neue Halle. Der Zweiweg-Shuttle fährt stattdessen in Regalgassen, die es schon gibt. Das heißt konkret: Sie verdichten den Bestand nach oben, statt auf der grünen Wiese zu bauen — und Sie können jederzeit zurück, weil der Stapler weiterhin an die Paletten kommt.
Wie läuft der Einstieg ab? In der ersten Stufe transportieren Gabelstapler die Paletten wie bisher, der Shuttle übernimmt nur das Ein- und Auslagern in der Tiefe der Gasse. Wächst der Bedarf, werden weitere Transportwege automatisiert, später kommen fahrerlose Fahrzeuge von Jungheinrich dazu. Jungheinrich-Automationschef Tobias Harzer beschreibt das als Entwicklungspfad: nicht jeder Betrieb startet mit einem vollautomatischen Lager.
Wer steckt dahinter? Jungheinrich aus Hamburg bringt Systemintegration, Software und Service ein, Automha aus Italien die Shuttle-Technik. Von der ersten Skizze bis zur Marktreife brauchten die Partner neun Monate. Die Technik läuft nach Angaben von Automha bereits in mehr als 200 Projekten in über 25 Ländern. Für vollautomatische Hochregallager setzt Jungheinrich weiter auf Vierweg-Shuttles des Partners Movu Robotics.
Was heißt das für die Planung? Vor der Entscheidung brauchen Sie drei Zahlen: Paletten pro Stunde im Spitzenlastfall, die Zahl der Artikel pro Gasse und den Platz, den Sie in fünf Jahren brauchen. Passt eine dieser Größen nicht, wird der schrittweise Weg teurer als der direkte. Lassen Sie sich deshalb beide Varianten durchrechnen, bevor Sie den Shuttle bestellen.
| Produkt | Zweiweg-Palettenshuttle, hohe Lagerdichte |
| Partner | Jungheinrich und Automha (Italien) |
| Entwicklung | neun Monate bis zur Marktreife |
| Im Einsatz | über 200 Projekte, mehr als 25 Länder |
| Einstieg | Stapler bleibt, Automatisierung wächst |
| Erweiterung | Jungheinrich Mobile Robots, Fördertechnik |
Erst verdichten, dann automatisieren
Wer heute Lagervolumen braucht, aber keinen Neubau finanzieren will, bekommt hier einen Zwischenschritt. Der Shuttle löst kein Personalproblem — er schafft Dichte. Die Automatisierung des übrigen Materialflusses bleibt eine zweite Entscheidung mit eigenem Rechenweg.
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