Maxinsights sammelt 27 Millionen Euro für Trainingsdaten aus echten Küchen

- Peak XV führt die Runde über rund 27 Millionen Euro an, beteiligt sind Tola Capital, South Park Commons, INCE Capital und Alumni Ventures.
- Mehr als 5.000 Auftragnehmer in sechs Ländern filmen Alltagsarbeit; bisher zwei Millionen Stunden Material, 1,5 Millionen davon nutzbar.
- Ein Datenhandschuh namens MaxGlove erfasst zusätzlich Greifkraft, Druck und Rutschen.
- 2027 sollen eine Million Stunden Kraftdaten dazukommen.
Das Start-up Maxinsights hat rund 27 Millionen Euro Seed-Kapital eingesammelt. Die Firma bezahlt Menschen dafür, Alltagsarbeit zu filmen, und verkauft die Aufnahmen als Trainingsdaten für Robotermodelle. Angeführt wird die Runde von Peak XV.
Das Geschäftsmodell. Maxinsights schickt Kamerahardware an Auftragnehmer, die damit Geschirr einräumen, Essen zubereiten oder Autos waschen. Aus diesen Aufnahmen entstehen Datensätze, mit denen Roboter greifen und Aufgaben erkennen lernen. Nach eigenen Angaben hat die Firma zwei Millionen Stunden Material gesammelt, 1,5 Millionen davon in nutzbarer Qualität. Mehr als 30 Kunden zahlen dafür.
Warum echte Küchen zählen. In einer Testumgebung passiert nie etwas Unerwartetes, im Haushalt ständig. Wer einen Roboter nur mit sauberen Demonstrationsvideos trainiert, bekommt ein Modell, das an einem umgefallenen Becher scheitert. Genau diese Randfälle sind der Wert der Daten. Das heißt konkret: Der Aufwand liegt nicht im Filmen, sondern im Aussortieren der Stunden, in denen die Aufnahme unbrauchbar ist.
Qualität als Technikproblem. Dafür hat Maxinsights MaxLoop gebaut: eine Software, die eingehende Videos automatisch bewertet und den Auftragnehmern direkt zurückmeldet. Laut Unternehmen sinken die Prüfkosten um rund 80 Prozent, verarbeitet werden 450.000 Stunden pro Monat. Dazu kommt MaxGlove, ein Sensorhandschuh, der Greifkraft, Widerstand und Rutschen misst — Größen, die kein Video liefert.
Wer davon abhängt. Alle 200.000 Stunden Ich-Perspektive-Daten für Genesis AI stammen nach Angaben des Start-ups von Maxinsights; auch hinter dem Weltmodell Dyna-2 von Dyna Robotics soll es der größte Datenlieferant sein. Für 2027 peilt die Firma eine Million Stunden Kraftdaten an. Der Gründer hat zuvor Mega Gear Robotics aufgebaut, CTO Kun Wang war früh bei Waymo und gründete später QCraft.
| Runde | Seed, rund 27 Mio. € |
| Angeführt von | Peak XV |
| Beteiligt | Tola Capital, South Park Commons, INCE Capital |
| Material | 2 Mio. Stunden, davon 1,5 Mio. nutzbar |
| Auftragnehmer | über 5.000 in sechs Ländern |
| Kunden | mehr als 30 |
| Durchsatz | 450.000 Stunden pro Monat |
| Ziel 2027 | 1 Mio. Stunden Kraftdaten |
Ein Markt, der noch nach Stunden zahlt
Trainingsdaten sind der Rohstoff der Robotik, und dieser Markt rechnet bisher in Stunden. Maxinsights setzt dagegen auf Qualitätskontrolle als Maschine. Ob sich das rechnet, entscheidet sich 2027 — dann muss das Unternehmen zeigen, dass eine Million Stunden Kraftdaten wirklich bessere Roboter ergeben.
Was würde ein Roboter in Ihrem Betrieb kosten?
Rechnen Sie Break-even und Monatsrate in 60 Sekunden aus — kostenlos, ohne Anmeldung.
Zum ROI-Rechner →