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Meta baut Humanoiden mit Fourier in drei Monaten — 48 Kilo, 1,50 Meter

Kleiner humanoider Roboter im Wohnzimmer bei einem älteren Ehepaar (Symbolbild)
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Prototyp Max: rund 48 Kilogramm, etwa 1,50 Meter, Bordcomputer Nvidia Jetson Thor
  • Gebaut wurde in Shanghai, Metas Robotik-Produktchefin war fast zwei Monate vor Ort
  • Seit September läuft Max 2 — mit neuem Torso, Projektor und Sensoren für Treppen
  • Meta nennt das Projekt interne Forschung und will die Geräte nicht verkaufen

Meta hat einen humanoiden Roboter gebaut, gemeinsam mit dem chinesischen Startup Fourier. Der Prototyp heißt intern „Max“, wiegt rund 48 Kilogramm und ist etwa 1,50 Meter groß. Vom Projektstart bis zum Auftritt vor eigenen Mitarbeitern vergingen nach Angaben von „The Information“ rund drei Monate.

Gebaut wurde in Shanghai. Fourier sitzt in Shanghai und hat jahrelang Reha-Roboter verkauft, bevor das Unternehmen auf Humanoide umstieg. Metas Robotik-Team reiste für das Projekt nach China. Die Produktchefin für Robotik, Li-Chen Miller, verbrachte fast zwei Monate in Fouriers Werk. Öffentlich vorgestellt hat Meta den Roboter nie.

Was der Prototyp kann. Im Gesicht sitzt ein Bildschirm, der menschliche Mimik nachahmt. In der Brust stecken zwei Lautsprecher, an den Armen hängen Hände mit fünf Fingern, die kleine Flaschen und Spielzeug greifen. Der Roboter erkennt Stimmen aus fünf Metern und Handzeichen aus drei Metern. Gerechnet wird auf einem Nvidia Jetson Thor, einem Bordcomputer, der Bild- und Sensordaten direkt in der Maschine verarbeitet.

Das heißt konkret: Meta kauft sich Tempo ein. Die eigene Arbeit verschiebt sich von der Mechanik zu Software, Daten und Verhalten. Wer in einem Quartal ein lauffähiges Muster braucht, findet es heute in Shanghai schneller als in Kalifornien.

Die zweite Version läuft schon. Seit September arbeiten beide Firmen an „Max 2“. Der Torso wird neu konstruiert und die Hände sollen besser greifen. Dazu kommen ein Projektor und zusätzliche Sensoren, damit der Roboter Treppen steigt. Meta sagt, die Zusammenarbeit diene der internen Forschung; verkaufen wolle man die Geräte nicht.

Der politische Haken. Im Juli setzte die US-Kommunikationsbehörde FCC neue Robotermodelle aus dem Ausland auf ihre Sperrliste. Für einen Verkauf in den USA wäre damit eine Regierungsausnahme nötig. Gleichzeitig sucht Meta laut Bericht in Shanghai und Shenzhen Ingenieure für Lieferanten, Prototypen und eine mögliche Serienfertigung. Ein Heimroboter mit chinesischem Körper und US-Software ist deshalb auch eine handelspolitische Frage.

Max in Zahlen
Interner NameMax
Gewichtrund 48 Kilogramm
Größerund 1,50 Meter
Bauzeitrund 3 Monate
BordcomputerNvidia Jetson Thor
SpracherkennungStimmen aus 5 Metern
Zweite VersionMax 2, seit September 2026
Verkauflaut Meta nicht geplant

Alle technischen Angaben stammen aus dem Bericht von „The Information“, der sich auf eingeweihte Personen beruft. Weder Meta noch Fourier haben Daten oder Bilder veröffentlicht. Reuters konnte den Bericht nicht unabhängig prüfen.

Was der Fall lehrt

Der eigentliche Befund ist das Tempo. Ein lauffähiger Prototyp in einem Quartal verschiebt den Wettbewerb von der Mechanik zur Lieferkette. Wer Humanoide baut, muss künftig erklären, woher Körper, Getriebe und Hände kommen und wie schnell sie in Stückzahl verfügbar sind.

Wie die USA den Marktzugang regeln

Seit 2026 gelten schärfere Importregeln für Roboter. Was das für Hersteller bedeutet, lesen Sie hier.

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