Förderung prüfen →
Im FokusNewsFörder-CheckROI-RechnerBeratung — Robo ReadyNewsletter
WerkzeugeFörder-CheckROI-RechnerKaufcheck: 16 ModelleAnbieter in Ihrer NäheHersteller & MarktausblickMarktübersicht & VergleichRoboter kaufenRoboter mieten (RaaS)Sicherheit & Pflichten
BranchenKleine ProduktionMetallbau & CNCBäckerei & LebensmittelLager & LogistikHandwerkReinigung & GebäudeLandwirtschaftGastronomie & HotelleriePflege & GesundheitswesenBauwesen
Start › News › Finanzierung
Finanzierung

O-ID: 1,1 Millionen Euro für einen Humanoiden aus Wechselteilen

Humanoider transportiert Bauteile in einer Fabrikhalle (Foto: The Robot Report)
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • O-ID aus Tokio sammelt 1,1 Millionen Euro Pre-Seed ein, geführt von TAWANI Ventures aus Chicago.
  • Der Roboter ist vollständig modular: Gelenke, Gliedmaßen und Recheneinheit sind im Betrieb austauschbar.
  • Sensoren sollen Verschleiß melden, damit Ersatzteile vor dem Stillstand bestellt werden.
  • Ein Werkpilot, Termine und Leistungsdaten sind noch nicht bekannt.

Das Tokioter Startup O-ID hat 1,1 Millionen Euro in einer frühen Finanzierungsrunde eingesammelt. Sein humanoider Roboter soll sich vor Ort reparieren lassen: Gelenke, Gliedmaßen und Rechner sind austauschbar. Ziel sind japanische Fabriken, zuerst in der Autoindustrie.

Was den Roboter unterscheidet. O-ID baut den Humanoiden um austauschbare Teile herum. Gelenke, Gliedmaßen und Recheneinheiten lassen sich im Betrieb wechseln, ohne Spezialwerkzeug. Sensoren im Roboter überwachen den Verschleiß und melden Bauteile, die bald ausfallen. Das heißt konkret: Ersatzteile werden bestellt, bevor die Maschine steht, und der Techniker tauscht ein Teil in Minuten statt Stunden.

Warum das ein echtes Problem löst. Bei komplexen Humanoiden legt ein einzelnes defektes Gelenk die ganze Maschine still. O-ID nennt die Wechselbarkeit deshalb den Kern des Entwurfs. Für die Befestigung hat das Unternehmen eine vorläufige Patentanmeldung in den USA eingereicht. Eine vorläufige Anmeldung bedeutet noch kein erteiltes Patent.

Wer investiert hat. Die Runde über 1,1 Millionen Euro führte TAWANI Ventures aus Chicago. Beteiligt sind der Hustle Fund, das Programm Techstars und einzelne Investoren. Gegründet wurde O-ID 2025 in Tokio von Stian Jakobsen und Simon Gormuzov, die sich an der Waseda-Universität kennengelernt haben. Jakobsen kommt aus der Cyber-Abwehr, Gormuzov ist Maschinenbauer mit Erfahrung in der Industrierobotik.

Mobiler Roboter mit zwei Armen auf einem Fahrwerk: Solche Bauformen kommen heute schon in der Fertigung zum Einsatz. Que
Mobiler Roboter mit zwei Armen auf einem Fahrwerk: Solche Bauformen kommen heute schon in der Fertigung zum Einsatz. (Quelle: The Robot Report)

Wie belastbar die Angaben sind. O-ID gibt an, der Roboter laufe in bestehenden Werkshallen ohne Umbau und erfülle die geltenden Sicherheitsnormen. Welche Normen das sind, welche Leistungsdaten der Roboter hat und wie selbstständig er arbeitet, nennt keine der Quellen. Auch ein Werkpilot, ein Installationstermin oder eine Stückzahl sind nicht bekannt.

Der nächste Schritt. Mit Sumitomo Electric Industries hat O-ID eine Absichtserklärung über Kabelbäume für humanoide Roboter unterzeichnet. Eine Absichtserklärung ist eine erklärte Absicht, kein Liefervertrag. Das Kapital soll vor allem die Serienreife vorbereiten; Japan steht zuerst auf der Liste, später der US-Markt.

O-ID im Überblick
Finanzierung1,1 Mio. Euro Pre-Seed
AnführerTAWANI Ventures (Chicago)
Weitere GeldgeberHustle Fund, Techstars, Business Angels
StandortTokio, gegründet 2025
GründerStian Jakobsen (CEO), Simon Gormuzov (CTO)
BauweiseGelenke, Gliedmaßen und Rechner tauschbar
ZielmärkteAutofertigung und Logistik, zuerst Japan
OffenWerkpilot, Termine, Leistungsdaten

Es gibt keine genannten Fabrikpiloten, keine Leistungsdaten und keine erteilte Patente, nur eine vorläufige Anmeldung. Die Absichtserklärung mit Sumitomo Electric ist noch kein Auftrag.

Einzuordnen

O-ID greift mit dem modularen Aufbau das teuerste Risiko im Humanoid-Betrieb auf: den Stillstand. Ob schnelle Wechsel im Alltag wirklich funktionieren, muss ein Werkpilot zeigen. Wer solche Systeme prüft, sollte in den Vertrag Ersatzteilzeiten und eine Stillstandsregel aufnehmen, nicht nur Stückpreise.

Was würde ein Roboter in Ihrem Betrieb kosten?

Rechnen Sie Break-even und Monatsrate in 60 Sekunden aus — kostenlos, ohne Anmeldung.

Zum ROI-Rechner →