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PhoneBot: 48-Zentimeter-Roboter mit altem Smartphone als Gehirn kostet 366 Euro

Forscher arbeitet neben einem kleinen Humanoiden im Forschungslabor (Symbolbild)
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Beim PhoneBot rechnet ein altes Android-Handy im Rumpf — zusätzliche Sensoren sind nicht nötig.
  • Die Bauteile kosten rund 364 Euro, das Handy kommt aus der Schublade.
  • Getestet wurden vier Modelle von 2017 bis 2025; alle genügten für Fahren, Sensordaten und Bildverarbeitung.
  • Für Hochschulen und Betriebe: ein günstiger Einstieg in Roboter-Programmierung.

Ein Team der University of California Los Angeles (UCLA) hat einen 48 Zentimeter großen Humanoiden gebaut, den ein altes Android-Smartphone steuert. Das Gerät wiegt 1,8 Kilogramm, die Bauteile kosten rund 364 Euro — das Handy ist in dieser Summe nicht enthalten.

Das Handy übernimmt die Rechenarbeit. Der PhoneBot trägt sein Smartphone im Rumpf. Der Rechner darin steuert die Motoren, liest die Bewegungssensoren aus und wertet die Kamerabilder aus. Zusätzliche Sensoren braucht der Roboter deshalb nicht. Auch Positionsbestimmung und WLAN kommen aus dem Telefon, damit lässt er sich aus der Ferne steuern.

Welche Handys funktionieren. Die Forscher testeten vier Modelle: ein Honor 9 von 2017, ein Moto G von 2024, ein Moto G von 2025 und ein Samsung Galaxy A16 5G. Alle bewältigten die Grundfunktionen wie Fahren, Sensordaten und Bildverarbeitung. Ein teures Spitzenmodell ist also nicht nötig. Nur beim Honor 9 fehlte der Google-Dienst, mit dem der Roboter seine Umgebung kartiert.

Kleiner Humanoide im Forschungslabor: Beim PhoneBot steckt die komplette Rechentechnik im Rumpf. Symbolbild, Quelle: Ist
Kleiner Humanoide im Forschungslabor: Beim PhoneBot steckt die komplette Rechentechnik im Rumpf. (Symbolbild, Quelle: Istituto Italiano di Tecnologia)

Warum der Bauplan offen ist. Die Forscher beschreiben den Aufbau in einer Vorabveröffentlichung auf arXiv und stellen ihn als Open-Source-Projekt bereit. Das heißt konkret: Hochschulen, Berufsschulen und Betriebe können den Roboter selbst nachbauen und eigene Software darauf testen, ohne eine teure Plattform zu kaufen.

Wo die Grenzen liegen. Die UCLA baut den PhoneBot als Lehr- und Forschungsplattform, nicht als Arbeitsgerät im Betrieb. Genau darin liegt sein Wert: Wer Roboter-Programmierung lernen oder eine Anwendung vorab erproben will, bekommt eine Plattform zum kleinen Preis statt einer sechsstelligen Investition.

PhoneBot auf einen Blick
Höhe48 Zentimeter
Gewicht1,8 Kilogramm
Bauteilerund 364 Euro (ohne Smartphone)
SteuerungAndroid-Smartphone im Rumpf
StatusOpen Source, Vorabveröffentlichung (arXiv)

Die Arbeit ist bisher nur als Vorabdruck erschienen und noch nicht von Fachleuten geprüft. Wer den Roboter nachbaut, sollte Hard- und Software des verwendeten Handys vorher testen.

Roboter-Kompetenz für kleines Geld

PhoneBot zeigt, dass humanoide Robotik nicht bei fünfstelligen Beträgen beginnt. Für Ausbildung, Prototypen und erste Versuche reicht ein ausrangiertes Handy plus rund 364 Euro Bauteile.

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