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RoboParty RP1: quelloffener Vollstack-Humanoid feiert IROS-Debüt

Zweibeiniger humanoider Roboter im Studio (Quelle: Humanoid Robotics Technology)
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • RP1 wurde am 28. September 2026 auf der IROS in Pittsburgh vorgestellt.
  • Vollstack-Open-Source: Körper, Aktorik, Regelung und KI in einem System.
  • Software-Basis: PartyOS mit dem Lerntrainings-Framework UFO.
  • Vorgängerprojekt ROBOTO ORIGIN hat über 2.500 GitHub-Sterne.

Das chinesische Start-up RoboParty hat auf der Robotik-Konferenz IROS 2026 in Pittsburgh seinen Humanoiden RP1 vorgestellt. Er soll der erste vollständig quelloffene, leistungsfähige zweibeinige Humanoide sein — gedacht für Forschung, Lehre und Entwicklerteams statt für einen Fabrik-Kunden.

Wer dahinter steckt. RoboParty wurde am 21. Februar 2025 gegründet und sitzt in Shanghai. Schon im Januar 2026 stellte das Team sein erstes Projekt komplett ins Netz: RPO (ROBOTO ORIGIN), einen offenen Humanoiden samt Bauplänen, Elektronik und Trainingscode. Das Projekt hat inzwischen über 2.500 Sterne auf GitHub gesammelt und mehrere Nachbauten in der Community ausgelöst.

Was RP1 anders macht. Das Unternehmen bezeichnet RP1 als ersten Vollstack-Open-Source-Humanoiden: Es geht nicht nur um Software oder nur um Mechanik, sondern um das ganze System aus Körper, Antriebsmodulen, untergelagerter Regelung und KI. Das ist der eigentliche Unterschied — wer einen Humanoiden bauen will, scheitert meist daran, dass die Teile nicht zusammenpassen.

Die Software. Herzstück ist PartyOS, die offene Entwicklungsbasis von RoboParty, in die das Framework UFO integriert ist. UFO steht für ein unüberwachtes Lernverfahren (Unsupervised Reinforcement Learning) und bringt dem Roboter Bewegungen bei, ohne für jede Bewegung eine feste Bahn vorzugeben — inklusive Übergängen, Sturzvermeidung und dem Wiederaufrichten nach einem Sturz.

Der Ansatz: Körper und KI werden nicht getrennt entwickelt, sondern im selben System laufend gegeneinander getestet Quel
Der Ansatz: Körper und KI werden nicht getrennt entwickelt, sondern im selben System laufend gegeneinander getestet (Quelle: Humanoid Robotics Technology)

Die Demo. Am IROS-Stand ließ RoboParty Besucher den Roboter unter der Überschrift „Kick Me“ direkt anstoßen und treten. RP1 reagierte jedes Mal und fing sich wieder. Messe-Demos zeigen oft nur einstudierte Bewegungen — dieser offene Test sollte die Dynamik und die Regelung unter Störungen belegen.

Der Markt. Zielgruppe sind Forscher, Hochschulen, Robotik-Entwickler und Teams für körperliche KI. Nach Angaben von RoboParty sprachen mehrere Forschungsteams über die Beschaffung von Robotern und Kernkomponenten — den Antriebsmodulen der Reihe Romomo. Einen Preis nennt das Unternehmen nicht; der offene Ansatz senkt aber die Einstiegshürde gegenüber geschlossenen Systemen wie Unitrees G1.

RoboParty RP1
DebütIROS 2026, Pittsburgh (28. September)
SoftwarePartyOS mit UFO-Framework
VorgängerROBOTO ORIGIN (Januar 2026, 2.500+ GitHub-Sterne)
ZielgruppeForschung, Lehre, Entwickler

Open Source senkt die Einstiegshürde

Vollständig offene Humanoide sind noch selten. Sollte RoboParty halten, was es verspricht, wächst eine Gemeinschaft, die den Aufbau teilt — und das senkt die Kosten für alle, die in die Humanoid-Forschung einsteigen wollen.

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