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Tesla baut Optimus in Fremont: 20.000 Roboter pro Woche als Ziel für Ende 2027

Tesla Optimus Gen 2 vor einem Messestand mit beleuchtetem Bildschirm
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Optimus läuft seit dem 21. Oktober in Fremont vom Band, in einer Halle, in der zuvor Elektroautos gebaut wurden.
  • Musk nennt es frühe Produktion; Ziel sind 20.000 Roboter pro Woche bis Ende 2027.
  • Der Quartalsgewinn fiel um 43 Prozent auf 716 Millionen Euro, der Umsatz stagniert bei 25,5 Milliarden Euro.
  • Lieferungen an externe Firmen peilt Tesla laut Wall Street Journal für Ende 2027 an.

Tesla hat am Mittwoch die Produktion seines Humanoiden Optimus im Werk Fremont gestartet. Die Halle war zuvor für Elektroautos eingerichtet. Der Konzern nennt die ersten Einheiten produktionsreif, CEO Elon Musk spricht von früher Produktion. Ziel sind 20.000 Roboter pro Woche bis Ende 2027.

Was Tesla selbst behauptet. Im Aktionärsbrief zum dritten Quartal schreibt Tesla, die Roboter aus dieser Linie seien die ersten in Produktionsqualität. Der Fertigungsprozess sei für ein kommerzielles Produkt geeignet. Musk sagte in der Telefonkonferenz, der Hochlauf werde langsam und etwas holprig, weil das Produkt so neu sei. Am Design müsse noch gearbeitet werden: Der Roboter solle sicher und zuverlässig sein und nicht nach einem Monat verschleißen.

Eine Linie ist keine Stückzahl. Die 20.000 pro Woche sind ein Ziel, kein Ausstoß. Laut Business Insider sagte Musk, dafür brauche es mindestens ein Jahr. Die Linie in Fremont ist auf eine Million Roboter pro Jahr ausgelegt. In Austin entsteht eine zweite Linie mit geplanter Kapazität von zehn Millionen Einheiten jährlich. Beide Zahlen beschreiben Gebäude und Taktzeiten, nicht verkaufte Roboter.

Wann Kunden dran sind. Nach Angaben des Wall Street Journal rechnet Musk damit, Ende 2027 an externe Firmen liefern zu können. Bis dahin sammelt Tesla Daten in einer internen Optimus Academy, in der Roboter Aufgaben üben. Ein Video dazu soll in ein bis zwei Monaten erscheinen. Das heißt konkret: Ein Betrieb, der für 2027 einen Humanoiden einplant, plant derzeit gegen eine Ankündigung und nicht gegen eine Lieferzusage.

Die Rechnung, die weh tut. Der Umsatz lag mit 25,5 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Der Gewinn fiel um 43 Prozent auf 716 Millionen Euro. Das Autogeschäft brachte 18,2 Milliarden Euro ein, bei 486.532 ausgelieferten Fahrzeugen. Das Speichergeschäft verlor 16 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, der Service wuchs um 33 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Optimus und die KI-Programme kosteten einen erheblichen Teil des Gewinns.

Warum das den Mittelstand betrifft. Tesla gehört zu den wenigen Autobauern, die einen Humanoiden in eigener Regie bis zur Serie treiben, und legt die Rechnung dafür offen. Wenn selbst dieses Unternehmen 43 Prozent seines Gewinns opfert, um eine Linie zu starten, ist die Technik noch nicht billig geworden. Wer sie einkaufen will, sollte den Piloten an einer Tätigkeit festmachen, die heute schon messbar Geld kostet.

Optimus-Produktion und Quartalszahlen
Produktionsstart21. Oktober 2026, Werk Fremont (Kalifornien)
Ziel Tempo20.000 Roboter pro Woche bis Ende 2027
Kapazität Fremontausgelegt für 1 Mio. Roboter pro Jahr
Zweite LinieAustin, geplant 10 Mio. Roboter pro Jahr
Lieferung an Kundenlaut Musk Ende 2027
Umsatz Q325,5 Mrd. € (Vorjahr 25,6 Mrd. €)
Gewinn Q3716 Mio. € (minus 43 %)
Fahrzeuge Q3486.532 Stück

Der offene Punkt: Tesla weist den Optimus nicht separat aus. Ob die Linie Geld verdient oder kostet, steht in keinem Bericht. Die 20.000 pro Woche sind eine Aussage von Musk, keine bestätigte Stückzahl.

Unsere Einordnung

Der Optimus ist jetzt ein Industrieprodukt in Nullserie — mehr nicht. Der Unterschied zu den Vorjahren ist trotzdem groß: Es gibt eine Halle, eine Taktzeit und eine Qualitätskontrolle, an der sich Fortschritt messen lässt. Für Betriebe bleibt die nüchterne Reihenfolge: erst der Prozess, dann der Roboter.

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