Ultra Robotics sammelt 56 Millionen Euro: Lagerroboter OP1 greift drei Meter hoch

- Ultra Robotics sammelt rund 56 Millionen Euro in zwei Finanzierungsrunden ein.
- Der OP1 Operator greift bis drei Meter hoch und schafft laut Hersteller bis zu 1.000 Artikel pro Tag.
- Der Roboter läuft an der Steckdose statt auf Akku — die Einrichtung dauert wenige Stunden.
- Für Mittelständler: Sortieren und Versandverpacken sind der nächste Schritt zur Automatisierung im Lager.
Der Lagerroboter-Hersteller Ultra Robotics hat in zwei Runden rund 56 Millionen Euro eingesammelt. Den größten Teil, etwa 46 Millionen Euro, steuerte die Series A bei — die erste große Finanzierungsrunde nach der Startphase —, angeführt vom Wagniskapitalgeber Framework Ventures. Die Seed-Runde hatten Y Combinator und NextView Ventures gemeinsam angeführt.
Was der Roboter kann. Der OP1 Operator sieht aus wie ein Oberkörper mit Greifern am Ende eines Roboterarms. Statt Fingern trägt er zwei Zinken, die wie die Gabel eines Staplers geformt sind. Damit kommt er bis drei Meter hoch an Regale und zieht Ware heraus. Fällt ein Teil auf den Boden, hebt er es wieder auf.
Wo er im Lager arbeitet. LKW bringen häufig gemischte Lieferungen: In einer Kiste stecken Teile für verschiedene Aufträge. Menschen sortieren das bisher von Hand in Behälter. Der OP1 übernimmt diese Trennung. Anschließend stellt er aus mehreren Behältern eine Kundenbestellung zusammen und packt sie ein, versiegelt das Paket und druckt das Versandetikett. Das heißt konkret: Zwei der arbeitsintensivsten Schritte im Lager — Sortieren und Verpacken — laufen ohne zusätzliche Handgriffe.
Kein Akku, kaum Umbau. Der Roboter steht auf einem Rollgestell ohne Motor. Mitarbeiter schieben ihn von Hand an die richtige Stelle, dann arretieren die Rollen. Betrieben wird er über eine Steckdose, ein zweites Kabel verbindet ihn mit dem Netzwerk. Eine Batterie muss also weder geladen noch getauscht werden. Laut Hersteller genügen wenige Stunden für die Einrichtung, ein Gerät schafft bis zu 1.000 Artikel pro Tag.
Warum das für den Mittelstand zählt. Der Engpass liegt nicht mehr im Bauen der Roboter, sondern im Ausrollen. Genau dort setzt Ultra an: einfache Installation, keine Akkuwartung, eine klar umrissene Aufgabe. Für Betriebe, die Kommissionierung und Versandverpacken bisher von Hand erledigen, ist das ein gangbarer erster Schritt.
| Finanzierung | rund 56 Mio. Euro in zwei Runden |
| Series A | rund 46 Mio. Euro, angeführt von Framework Ventures |
| Greifhöhe | bis 3 Meter |
| Leistung | bis 1.000 Artikel pro Tag (Herstellerangabe) |
| Aufstellzeit | wenige Stunden (Herstellerangabe) |
Die Leistungsdaten stammen vom Hersteller und sind nicht unabhängig geprüft. Vor dem Kauf bleibt ein Test im eigenen Lager entscheidend.
Ein Baustein, kein Ersatz
Ultra Robotics zeigt, wie Automatisierung im Lager klein anfangen kann: ein Roboter für Sortieren und Verpacken, angesteckt an Steckdose und Netzwerk. Mittelständler sollten solche Systeme an der Stelle testen, an der Personal heute am knappsten ist — und die Herstellerangaben mit eigenen Laufzeiten vergleichen.
Was würde ein Roboter in Ihrem Betrieb kosten?
Rechnen Sie Break-even und Monatsrate in 60 Sekunden aus — kostenlos, ohne Anmeldung.
Zum ROI-Rechner →