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IBM patentiert Laden über die Fußsohlen: Roboter tanken auf Bodenplatten

Mobile Roboter in einem Lager
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Die Anmeldung US 2026/0291257 A1 wurde im März 2025 eingereicht und am 24. September 2026 veröffentlicht.
  • Jeder Stiefel bekommt einen Stromempfänger, einen RFID-Leser und einen Elektromagneten; im Boden liegen Sender, RFID-Marken und Gegenmagnete.
  • RFID prüft die Position, der Magnet fixiert den Roboter, danach fließt Strom durch die Sohlen — ohne Kabel und ohne Dockingstation.

IBM hat beim US-Patentamt ein Verfahren angemeldet, mit dem humanoide Roboter sich selbst aufladen. Der Roboter stellt sich auf mit Stromspulen ausgestattete Bodenplatten und lädt über die Fußsohlen — ohne Kabel, ohne Dockingstation und ohne Mitarbeiter, der den Stecker einsteckt.

Wie das System aufgebaut ist. Jeder Stiefel des Roboters enthält einen Empfänger für Strom, einen RFID-Leser und einen Elektromagneten. Im Boden liegen die Gegenstücke: Sender, RFID-Marken und Magnete. Der Roboter fährt die Ladeposition selbst an. Das RFID-System meldet, ob die Füße richtig stehen; danach schalten die Magnete ein und ziehen die Stiefel fest. Erst dann fließt der Strom. Die Anmeldung trägt die Nummer US 2026/0291257 A1, wurde im März 2025 eingereicht und am 24. September 2026 veröffentlicht.

Roboterzellen in einer Fertigungshalle: Mit dem Ausbau mobiler Roboter wächst der Aufwand für das Laden. Quelle: The Rob
Roboterzellen in einer Fertigungshalle: Mit dem Ausbau mobiler Roboter wächst der Aufwand für das Laden. (Quelle: The Robot Report)

Warum Laden der unterschätzte Kostenblock ist. Ein Humanoid mit Akku arbeitet heute nur wenige Stunden am Stück. Danach fehlt er — entweder für den Wechsel des Akkus oder für die Ladepause. In Schichtbetrieben rechnet sich das nur, wenn sich der Roboter selbst ansteckt. Das heißt konkret: Wer zehn Humanoide betreibt, braucht zehn Ladepunkte oder einen Schichtwechsel mit Personal, das die Akkus tauscht.

Wie das einzuordnen ist. Eine Patentanmeldung ist kein Produkt. IBM baut keine Humanoiden, sondern sichert sich ein Verfahren — ob daraus eine Serie wird, ist offen. Der Preis für einen Prototyp aus dem Labor ist kein Maßstab für einen industriellen Ladepark: teuer bleiben in der Praxis nicht die Spulen, sondern das Verlegen der Verkabelung im Boden und der Brandschutz. Wer heute Roboterflotten plant, sollte Ladeflächen und Statik deshalb von Anfang an mitplanen.

Die Anmeldung in Zahlen
NummerUS 2026/0291257 A1
AnmelderInternational Business Machines (IBM)
EingereichtMärz 2025
Veröffentlicht24. September 2026
Im StiefelStromempfänger, RFID-Leser, Elektromagnet
Im BodenStromsender, RFID-Marke, Elektromagnet

Patentanmeldung heißt nicht Marktreife. Veröffentlichte Anmeldungen beschreiben einen Anspruch, keine geprüfte Lösung. Liefertermine oder Preise gibt es nicht.

Ladeinfrastruktur gehört in die Planung

Wer mobile Roboter einführt, plant heute den Ladepark mit. Ein Verfahren wie das von IBM würde Personal für das Anstecken sparen. Bis es Produkte gibt, gilt: Ladeflächen im Boden, Stromanschlüsse und Standzeiten gehören in dieselbe Ausschreibung wie der Roboter.

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