Inovance zeigt InoBot W1: Rad-Humanoid mit Flüssigkühlung für den Dauerbetrieb

- Inovance zeigt mit dem InoBot W1 seinen ersten Humanoiden, radbasiert und auf Fabrikschichten ausgelegt.
- Flüssigkühlung für den Rechner NVIDIA Thor: Volllast über 40 Grad Celsius, Schutzart IP54, unter 60 Dezibel.
- Zwei Wechselakkus mit je 3,6 Kilowattstunden ergeben rund zehn Stunden Laufzeit pro Satz.
- Eigene Sieben-Achs-Arme mit Kraftsensoren in jedem Gelenk, genau bis drei Newton.
Der chinesische Automatisierungshersteller Inovance Technology hat auf der Messe China International Industry Fair in Shanghai seinen ersten Humanoiden gezeigt. Der InoBot W1 fährt auf Rädern und ist auf Fabrikschichten ausgelegt. Statt auf zwei Beine setzt der Hersteller auf Flüssigkühlung, Wechselakkus und ein kompaktes Fahrgestell.
Was drin steckt. Der InoBot W1 kühlt seinen Rechner NVIDIA Thor mit einem Flüssigkeitskreislauf. Damit läuft der Rechner laut Inovance auch über 40 Grad Celsius dauerhaft auf Volllast und erreicht 2.070 TOPS. Der Wert beschreibt, wie viele Rechenoperationen pro Sekunde möglich sind. Das Gehäuse ist nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt und bleibt unter 60 Dezibel.
Das Fahrgestell. Das Chassis misst weniger als 0,6 auf 0,6 Meter und fährt mit omnidirektionalen Rädern, kann also seitwärts und auf der Stelle drehen. Zwei Akkupacks mit je 3,6 Kilowattstunden liefern rund zehn Stunden Laufzeit pro Satz und lassen sich im Betrieb tauschen. Das heißt konkret: Der Roboter muss nicht an die Ladestation, sondern bekommt einen frischen Akku.
Arme und Werkzeuge. Inovance nutzt eigene Arme mit sieben Achsen und Kraftsensoren in jedem Gelenk. Die Kraftregelung arbeitet laut Hersteller auf drei Newton genau, genug für Stecken, Fügen und Schrauben. Jedes Armtende nimmt Greifer, Mehrfingergriff, pneumatischen Greifer oder Saugeinheit auf. Der Feldbus EtherCAT synchronisiert Körper, Arme und Fahrgestell im Millisekundentakt.
Was auf der Messe lief. Der W1 hat mit einem Kamerasystem und einem Schweißroboter Werkstücke be- und entladen. Inovance kündigt ein Software-Paket von der Sensorik bis zur Ganzkörpersteuerung an, dazu eine Plattform zum Sammeln und Trainieren von Daten und Referenzanlagen in einzelnen Branchen. In Europa ist der Hersteller kein Unbekannter: Inovance liefert seit Jahren Antriebstechnik und Servomotoren.
| Hersteller | Inovance Technology (China) |
| Messe | China International Industry Fair 2026, Shanghai |
| Bauform | radbasierter Humanoid |
| Rechner | NVIDIA Thor mit Flüssigkühlung |
| Rechenleistung | 2.070 TOPS |
| Schutz und Geräusch | IP54, unter 60 Dezibel |
| Akku | 2 × 3,6 Kilowattstunden, im Betrieb tauschbar |
| Laufzeit | rund 10 Stunden je Akkusatz |
| Fahrgestell | unter 0,6 × 0,6 Meter, omnidirektionale Räder |
| Arme | 7 Achsen, Kraftsensoren, bis 3 Newton genau |
| Werkzeuge | Greifer, Mehrfingergriff, Pneumatikgreifer, Saugeinheit |
| Status | Vorführung, Marktstart nicht genannt |
Alle Werte sind Herstellerangaben von der Messe. Preis, Liefertermin und Einsätze bei Kunden nennt Inovance bisher nicht.
Einordnung
Inovance baut Antriebe, Steuerung und jetzt auch Roboter aus einer Hand. Wer in Europa schon Inovance-Komponenten im Werk hat, kennt den Serviceweg. Ob der W1 kommt, hängt weniger an der Technik als an Preis und Referenzanlagen.
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