Ein Roboter bedient zwei Drehmaschinen mit 0,5 Millimeter Luft

- Ein Roboter lädt und entlädt zwei CNC-Drehmaschinen selbstständig
- Einbautoleranz nur 0,5 Millimeter, trainiert mit 600 realen Abläufen
- Weltmodell, Gedächtnis und ein separates Bewertungsmodell arbeiten zusammen
- 100 Prozent Erfolg auf der Fügeaufgabe, nicht auf die gesamte Zelle
Simplexity Robotics hat auf der Robotik-Konferenz IROS 2026 in Pittsburgh eine Maschinenbedienung vorgestellt. Ein Roboter belädt zwei CNC-Drehmaschinen, holt die fertigen Teile wieder heraus und legt sie ab. Ins Spannfutter geht das Rohteil mit ungefähr 0,5 Millimetern Spiel.
Was auf dem Vorführvideo zu sehen war. Der Roboter greift ein Rohteil, lädt es in das Spannfutter und entnimmt es nach der Bearbeitung. Das Video lief in fünffacher Geschwindigkeit. Zum Einsatz kam ein fahrbarer Roboter des Typs i7 Pro. Feng Zongbao, Leiter des Bereichs bestärkendes Lernen, stellte die Arbeit am 29. September vor.
Warum die Aufgabe so schwer ist. 0,5 Millimeter lassen kaum Raum für einen Versatz. Dazu kommen blankes Metall, das schlecht zu erkennen ist, und Teile, die sich sehr ähnlich sehen. Die entscheidenden Kontaktflächen sind aus der Kameraperspektive oft verdeckt.
Drei Bausteine tragen die Aufgabe. Das Weltmodell SimpleWAM sagt die nächsten Bilder und Bewegungen voraus. Das Gedächtnis DRAM hält Zwischenstände in einer festen Größe, damit ein langer Ablauf nicht langsamer wird. Dazu bewertet ein eigenes Modell die vorgeschlagenen Bewegungen, bevor der Roboter sie ausführt. Kraft- und Drehmomentsensoren melden, ob das Teil richtig sitzt.
Die Zahlen und ihre Grenzen. In den Testläufen kam das System auf 15 Erfolge, eine Vergleichsmethode auf 8. Für die Fügeaufgabe nennt das Unternehmen 100 Prozent Erfolg. Diese Zahl gilt für die eine Aufgabe, nicht für den Ausschuss der ganzen Zelle. Die Zahl der Versuche nennt der Vortrag nicht.
Was das für Zerspaner heißt. Maschinenbedienung ist der Einstieg mit dem schnellsten Nutzen, weil Schichtzeiten und Rüstzeiten direkt auf die Kosten wirken. Das heißt konkret: Fragen Sie nach Taktzeit pro Teil, Ausschussquote im Dauerbetrieb und danach, wer die Anlage bei Störungen wieder anfährt.
| Anlass | IROS 2026, Tech Talk am 29. September |
| Aufgabe | zwei CNC-Drehmaschinen beladen und entladen |
| Toleranz | 0,5 Millimeter im Spannfutter |
| Training | 600 reale Bewegungsabläufe |
| Erfolg | 100 Prozent auf der Fügeaufgabe (Anbieterangabe) |
| Roboter | fahrbare Plattform i7 Pro |
Die 100 Prozent gelten nur für die Fügeaufgabe, nicht für die Ausbeute der Zelle. Taktzeit, Ausschuss im Dauerbetrieb und Kosten nennt Simplexity nicht. Die Vorführung lief beschleunigt.
Fazit
Ein Roboter an zwei Drehmaschinen ist für mittelständische Zerspaner die reizvollste Anwendung. Entscheidend sind nicht Laborwerte, sondern Taktzeit pro Teil und der Preis der Anlage pro Maschinenstunde.
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