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Waymo bringt den Robotaxi-Dienst 2027 nach Tokio

Waymo-Robotaxi in einer US-Stadt (Quelle: Waymo / The Robot Report)
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Waymo, Nihon Kotsu und GO haben einen unbemannten Fahrdienst in Tokio für 2027 vereinbart.
  • Start mit kleiner Flotte, schrittweiser Ausbau auf bis zu 100 Fahrzeuge, Buchung über die GO-App.
  • Waymo fährt nach eigenen Angaben in 15 großen US-Städten und über 500.000 Fahrten pro Woche.
  • Seit 2025 sammelt Waymo in Tokio Daten — bisher mit Sicherheitsfahrern von Nihon Kotsu an Bord.

Waymo bringt seinen Robotaxi-Dienst nach Tokio. Der Alphabet-Konzern, das Taxiunternehmen Nihon Kotsu und die Mobilitätsplattform GO haben einen vollautonomen Fahrdienst ab 2027 vereinbart. Es ist der erste Markt von Waymo außerhalb der USA.

So läuft der Start. Der Dienst beginnt mit einer kleinen Flotte und soll schrittweise auf bis zu 100 Fahrzeuge wachsen. Gebucht wird über die App der japanischen Plattform GO — dort stehen dann normale Taxis und autonome Fahrten nebeneinander. Gefahren wird rund um die Uhr, ohne Fahrer an Bord.

Wo Waymo heute steht. Waymo fährt nach eigenen Angaben in 15 großen Städten der USA und kommt auf über 500.000 Fahrten pro Woche. Das Unternehmen bezeichnet seine Technik als mehr als 15-mal sicherer als menschliche Fahrer. Diese Zahl ist eine Eigenangabe und unabhängig nicht geprüft.

Waymo-Fahrzeug der neueren Generation Quelle: Waymo / The Robot Report
Waymo-Fahrzeug der neueren Generation (Quelle: Waymo / The Robot Report)

Warum Tokio ein Härtetest ist. Seit 2025 sammelt Waymo in Tokio Daten; gefahren wurde dabei mit Sicherheitsfahrern von Nihon Kotsu. Japan begründet den Schritt mit der alternden Gesellschaft und fehlenden Fahrern. Enge Wohnstraßen und dichte Fußgängerbereiche gelten als besonders schwer. Die Partner nennen den Betrieb deshalb ausdrücklich einen vollständigen kommerziellen Dienst, nicht eine Testphase.

Was das für deutsche Betriebe heißt. Autonome Fahrdienste bleiben zunächst ein städtisches Angebot an Fahrgäste. Für den Mittelstand relevant sind eher die Zulieferteile: Sensorik, Rechenmodule und Reinigungssysteme für solche Flotten. Wer heute Investitionsentscheidungen trifft, sollte die Fahrzeuge selbst nicht als Markt sehen, sondern die Komponenten dahinter.

Waymo in Tokio
PartnerWaymo, Nihon Kotsu, GO
Startkommerzieller Betrieb geplant für 2027
Flottekleiner Start, Ausbau auf bis zu 100 Fahrzeuge
Betriebrund um die Uhr, Buchung über die GO-App
Testphaseseit 2025 in Tokio, mit Sicherheitsfahrer
Bestand15 große Städte in den USA
Volumenüber 500.000 Fahrten pro Woche (Herstellerangabe)
Sicherheitsangabemehr als 15-mal sicherer als menschliche Fahrer (Eigenangabe)

Die Sicherheitszahlen kommen von Waymo selbst; unabhängige Unfallstatistiken für Tokio gibt es noch nicht. Ob der Dienst wie geplant 2027 startet, hängt an japanischen Genehmigungen. Die Zahl von bis zu 100 Fahrzeugen ist ein Ausbauziel, kein Zulassungsstand.

Einordnung

Waymo verlässt erstmals die USA — und wählt dafür einen Markt mit hohen Ansprüchen an Sicherheit und Service. Gelingt Tokio, folgen weitere asiatische Städte und damit Skalen für die Zulieferer. Für deutsche Betriebe bleibt der direkte Nutzen gering; der indirekte, über Komponenten und Sensorik, wächst mit jedem neuen Markt.

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