Kalanick greift an: Uber-Gründer will mit Atoms ins Robotaxi-Geschäft

- Laut Financial-Times-Bericht (6. September) will Kalanicks Firma Atoms Personal massiv aufstocken und Firmen kaufen, um im autonomen Fahren mitzumischen.
- Atoms (gegründet März 2026) sammelte im Juni umgerechnet rund 1,55 Mrd. € ein — Uber investierte davon umgerechnet rund 91 Mio. €.
- Uber und Atoms haben bereits über den Einsatz der Technologie im Uber-Netz gesprochen — es wäre die erste Zusammenarbeit seit Kalanicks Rauswurf.
- Einordnung: Der Robotaxi-Markt ist eines der größten Wettbewerbsfelder der Robotik — mit Waymo (Alphabet), Zoox (Amazon) und Tesla als etablierten Spielern.
Travis Kalanick hat Uber gegründet und wurde 2017 als Konzernchef abgesetzt. Jetzt arbeitet er an der Rückkehr ins Mobilitätsgeschäft: Laut Financial Times will seine neue Firma Atoms mit Robotaxis angreifen. Finanziert wird der Plan ausgerechnet von Uber — der Firma, die ihn einst rauswarf.
Wer ist Atoms? Atoms ist ein Start-up für Industrieautomation und Robotik, gegründet im März 2026. Im Juni sammelte es umgerechnet rund 1,55 Mrd. € ein — eine der größten Finanzierungsrunden des Jahres in diesem Feld. Was Atoms genau baut, hielt die Firma bislang geheim. Der Financial-Times-Bericht nennt nun einen Schwerpunkt: autonome Fahrzeuge.
Was der Plan vorsieht. Atoms will Personal massiv aufstocken und gezielt Firmen kaufen, berichtet die Financial Times. Robotaxis sollen ein Kerngeschäft werden — eine Idee, die Kalanick schon bei Uber verfolgte. „Vieles, was bei Uber über die Zeit passiert wäre, machen wir jetzt“, sagte er kürzlich bei einer Veranstaltung des Investors Andreessen Horowitz.
Uber ist mit an Bord. Der Fahrdienst investierte in der Juni-Runde umgerechnet rund 91 Mio. €. Zwischen Uber und Atoms gab es bereits Gespräche, die Atoms-Technologie im Uber-Netz einzusetzen. Käme ein Deal zustande, wäre es die erste Zusammenarbeit zwischen Kalanick und seiner alten Firma, seit er 2019 den Aufsichtsrat verließ.
Warum das relevant ist. Der Robotaxi-Markt ist eines der größten Wettbewerbsfelder der Robotik: Waymo (Alphabet), Zoox (Amazon) und Tesla investieren dort Milliardenbeträge. Kalanick bringt Erfahrung im Aufbau globaler Mobilitätsnetze und eine gefüllte Kasse mit. Für Unternehmen, die Logistik oder Mobilität planen, ist das ein weiteres Signal: Das Tempo im autonomen Verkehr nimmt zu — und die Zahl der Anbieter, die ihre Technologie lizenzieren statt alles selbst zu entwickeln, wächst.
| Firma | Atoms — Industrieautomation und Robotik, gegründet März 2026 |
| Juni-Runde | umgerechnet rund 1,55 Mrd. € |
| Uber-Beteiligung | umgerechnet rund 91 Mio. € |
| Plan | Personalaufbau und Zukäufe, Fokus Robotaxis |
| Gespräche | Uber prüft Einsatz der Technologie im eigenen Netz |
| Konkurrenz | Waymo (Alphabet), Zoox (Amazon), Tesla |
Die Informationen stammen aus einem Bericht der Financial Times, den SiliconANGLE aufbereitet hat. Atoms selbst hat die Pläne nicht bestätigt. Die EUR-Beträge sind Umrechnungen der in US-Währung berichteten Zahlen.
Einordnung
Die Geschichte ist mehr als die Rückkehr eines bekannten Gründers: Sie zeigt, wohin das Geld in der Robotik fließt — in autonome Mobilität. Dass Uber den eigenen Ex-Chef mitfinanziert, spricht für die Technologie von Atoms. Der Robotaxi-Markt bekommt einen weiteren, gut finanzierten Spieler.
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