XPeng: Feststoff-Akku für Humanoiden IRON läuft in Kleinserie

- Vizepräsident Gu Jie meldet die Kleinserienfertigung des IRON-Akkus auf dem SAECCE-Kongress in China.
- Der Akku ist auf wenig Bauraum ausgelegt und soll verhindern, dass ein Zellbrand auf die Nachbarzellen überspringt.
- XPeng lässt offen, ob es eine voll- oder halbfeste Zelle ist; 2025 hatte der Konzern eine vollfeste Zelle angekündigt.
- Serienproduktion Ende 2026, erste Auslieferungen im ersten Halbjahr 2027.
Der chinesische Autohersteller XPeng hat die Batterie für seinen Humanoiden IRON in Kleinserie gebracht. Vizepräsident Gu Jie sagte das am 28. Oktober auf dem SAECCE-Kongress in China. Der Roboter selbst steht kurz vor dem Serienanlauf.
Warum der Akku über den Arbeitstag entscheidet. Ein Humanoider hat wenig Platz für Energie, und anders als ein Auto kann er keine größere Batterie mitschleppen. Reichweite und Gewicht hängen direkt zusammen: mehr Zellen bedeuten mehr Kilos, die der Roboter selbst tragen muss. Das heißt konkret: Wie lange eine Maschine durcharbeitet, hängt heute stärker am Akku als am Greifer.
Was XPeng über die Zelle sagt. Der Pack hat nach Angaben von Gu Jie eine hohe Energiedichte und ist so aufgebaut, dass ein Zellbrand nicht auf die Nachbarzellen überspringt. Diese unkontrollierte Selbsterhitzung gilt als Hauptrisiko moderner Akkus. XPeng will den Pack außerdem gegen Aufprall und Nageldurchstich getestet haben. Eine Frage bleibt offen: Gu Jie sprach nur von einer Feststoffbatterie, ohne zwischen vollfest und halbfest zu unterscheiden.
Die Ankündigung von 2025 passt nicht ganz dazu. Beim Tech Day 2025 hatte XPeng den IRON als ersten Roboter mit einer vollfesten Zelle angekündigt. Im September berichteten englischsprachige Medien, die Serienversion solle auf eine halbfeste Zelle wechseln. Welcher Typ jetzt in Kleinserie läuft, hat der Konzern nicht klargestellt. Der Zeitplan bleibt: Serienproduktion Ende 2026, erste Auslieferungen im ersten Halbjahr 2027, zuerst in eigenen Filialen und Einkaufszentren.
Was Einkäufer daraus mitnehmen. Wer Humanoide testet, sollte Betriebsstunden pro Ladung, Ladezeit und ein Wechselakkukonzept schriftlich verlangen. Das Wort Feststoff allein sagt wenig aus; entscheidend sind Ladezyklen, Temperaturfenster und der Preis für Ersatzzellen. Genau diese drei Punkte entscheiden später über die Kosten pro Arbeitsstunde.
| Zelle | Feststoff-Akku, Bauart nicht genannt |
| Kleinserie | seit 28.10.2026 (Angabe XPeng) |
| Schutz | Ausbreitung eines Zellbrands soll gestoppt werden |
| Roboter-Status | kurz vor dem Serienanlauf |
| Serienproduktion | Ende 2026 |
| Auslieferung | erstes Halbjahr 2027, zuerst China |
| Erste Einsätze | Filialen, Einkaufszentren |
| Achsen | 76, davon 21 je Hand |
Was der Akku verrät
Der Akku ist die nächste Stufe im Wettlauf um Humanoide, und XPeng zeigt, dass die Fertigung dafür steht. Die entscheidende Eigenschaft nennt der Konzern aber nicht. Für Käufer bleibt der Akku damit vorerst ein Prüfpunkt im Lastenheft, kein Verkaufsversprechen.
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