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Metallbau & CNC: Wie aus dem Fachkräftemangel eine unbesetzte dritte Schicht wird

Ihre Maschinen könnten nachts laufen — es fehlt nur jemand, der sie bestückt. Genau das ist der wirtschaftlichste Robotereinsatz, den es in dieser Branche gibt. Hier steht, wie der Einstieg gelingt und woran er im Metallbau typischerweise scheitert.

Realitäts-Check

Nicht der Roboter ist die Herausforderung — die Späne sind es

Kühlschmierstoff, Späne und Metallstaub setzen jeder Mechanik zu. Ein Cobot, der offen neben der Drehmaschine steht, braucht Schutzabdeckungen oder eine geeignete Schutzart. Wer das im Angebot übersieht, zahlt später drauf. Fragen Sie jeden Anbieter ausdrücklich nach der Schutzart und danach, wer die Reinigung übernimmt.

Diese drei Aufgaben lohnen sich zuerst

Im Metallbau ist die Rangfolge eindeutig: Die Maschinenbeladung schlägt alles andere.

1

CNC-Maschinen bestücken

Eignung: sehr hoch
Typisch
Rohling aus dem Magazin greifen, ins Futter einlegen, spannen, fertiges Teil entnehmen und ablegen.
Warum
Die Maschine ist der teure Posten, nicht der Roboter. Jede Stunde, in der sie steht, kostet Sie Geld.
Effekt
Die Maschine läuft weiter, wenn niemand mehr da ist — bis zu 8 zusätzliche Stunden am Tag.
2

Entgraten und Oberfläche

Eignung: hoch
Typisch
Kanten brechen, Schleifen, Bürsten, Polieren — mit gleichbleibendem Anpressdruck.
Warum
Staubig, laut, ermüdend und schwer gleichmäßig von Hand zu machen. Kraftgeregelte Cobots sind hier stark.
Effekt
Konstante Oberflächenqualität und weniger Nacharbeit.
3

Schweißen und Heften

Eignung: mittel
Typisch
Wiederkehrende Nähte an gleichen Baugruppen, Vorheften von Vorrichtungen.
Warum
Schweißfachkräfte sind kaum zu bekommen — hier ersetzt der Roboter tatsächlich fehlendes Personal.
Achtung
Lohnt erst ab wiederkehrenden Losgrößen. Bei Einzelstücken bleibt der Rüstaufwand höher als der Nutzen.
Unsere Empfehlung für den Einstieg

Ein Cobot mit ausreichender Traglast an der meistgenutzten Maschine

Wählen Sie die Maschine mit der höchsten Auslastung und den längsten Laufzeiten — dort entsteht der Nutzen. Achten Sie auf die Traglast inklusive Greifer: Ein 5-kg-Cobot trägt kein 5-kg-Werkstück, weil der Greifer bereits 1,5 kg wiegt. Und klären Sie den Späneschutz im Angebot.

ab 11.258 €uFactory xArm6, 5 kg — bei Reichelt
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1

Die Nachtschicht ist Ihr stärkstes Argument

Rechnen Sie nicht damit, Personal zu ersetzen — rechnen Sie mit zusätzlicher Maschinenlaufzeit. Eine Maschine, die nachts vier Stunden länger läuft, produziert Umsatz, ohne dass jemand anwesend ist. Das ist deutlich leichter zu belegen als eingesparte Arbeitszeit.

2

Traglast immer inklusive Greifer rechnen

Der häufigste Planungsfehler. Greifer, Adapter und Sicherheitsreserve gehen von der Nennlast ab. Rechnen Sie mit etwa 60 bis 70 % der angegebenen Traglast als tatsächlich nutzbarem Werkstückgewicht.

3

Ohne geordnete Teilezuführung kein Erfolg

Der Roboter braucht das Rohteil in bekannter Lage. Ein einfaches Rastermagazin oder eine Palette ist billiger als jede Bildverarbeitung. Wer ungeordnete Teile aus dem Gitterkorb greifen lassen will, landet schnell beim Doppelten des Budgets.

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Prüffragen zu Traglast, Späneschutz und Zuführung — eine Seite für das Anbietergespräch.

Tipp 4: Rüstzeiten bei wechselnden Losgrößen beherrschen

Im Metallbau entscheidet die Umrüstzeit über die Wirtschaftlichkeit. Mit Nullpunktspannsystemen und vorbereiteten Programmen lässt sich der Wechsel auf unter …

Tipp 5: Sicherheitsbetrachtung und CE — was Sie selbst dokumentieren müssen, wenn Sie einen Cobot in eine bestehende Maschine integrieren …

Tipp 6: Die 9 Fragen an den Integrator — inklusive der Frage nach der Taktzeitgarantie, die viele Anbieter nicht schriftlich geben wollen …

Kostenlos zum Weiterlesen

Praxis-Leitfaden „Metallbau & CNC"

22 Seiten · 12 Einsatzfälle mit Zahlen · 13 Schemata und Layouts · 4 durchgerechnete Fallprofile, darunter ein abgebrochenes Projekt.

  • 12 Einsatzfälle vom Drehteil bis zum Abkanten — mit Losgrößen-Schwelle
  • Warum ein Arm zwei Fräszentren bedienen kann: der Zyklus im Detail
  • Zwei Grundrisse: Linearachse und Zwei-Stationen-Schweißzelle
  • Vier durchgerechnete Fallprofile — darunter ein Abbruch für 23 T€
  • Neun Fragen, die den Integrator entlarven
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