Förderung prüfen →
Im FokusNewsFörder-CheckROI-RechnerBeratung — Robo ReadyNewsletter
WerkzeugeFörder-CheckROI-RechnerKaufcheck: 16 ModelleAnbieter in Ihrer NäheHersteller & MarktausblickMarktübersicht & VergleichRoboter kaufenRoboter mieten (RaaS)Sicherheit & Pflichten
BranchenKleine ProduktionMetallbau & CNCBäckerei & LebensmittelLager & LogistikHandwerkReinigung & GebäudeLandwirtschaftGastronomie & HotelleriePflege & GesundheitswesenBauwesen
StartNewsMarkt
Markt

EngineAI: Humanoide kosten unter 12.500 € — zehnfacher Preisverfall

EngineAI T800 — Rollout der ersten Serie aus Shenzhen
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Herstellkosten unter 12.500 € (rund 12.000–13.000 €) — vor drei Jahren über 130.000 €
  • Keine Spielzeug-Kategorie: gemeint sind Roboter, die in Fabrik und Haushalt arbeiten
  • Lieferkette: Kugelgewindetriebe zehnmal billiger, Untersetzungsgetriebe halbiert
  • T800-Linie in Shenzhen: ein Roboter alle 15 Minuten

Wer einen humanoiden Roboter als Anschaffung plant, schaut auf eine Zahl: den Preis. EngineAI-Chef Zhao Tongyang nennt auf der World Robot Conference 2026 in Peking eine Zahl, die die Branchenrechnung verschiebt: Die Herstellkosten eines universellen, einsatzfähigen Humanoiden liegen inzwischen unter 12.500 Euro. Vor drei Jahren waren es noch über 130.000 €.

Was genau: Zhao Tongyang, Gründer und CEO von EngineAI, sagte auf der WRC 2026: „Vor drei Jahren kostete ein universeller humanoider Roboter über 130.000 € — heute liegt die Einheit unter 12.500 Euro.“ Wichtig ist seine Abgrenzung: Gemeint sind Maschinen, die tatsächlich arbeiten können — Fabrik, Haushalt, praktische Aufgaben —, nicht die 130-Euro-Spielzeugkategorie. Es ist eine Herstellerangabe zu den Kosten, nicht zwingend ein Verkaufspreis.

Die Zahlen: Der Preisverfall kommt aus der Lieferkette. Konkret nennt Zhao Kugelgewindetriebe (Ball Screws), die zentrale Antriebskomponente humanoider Gelenke: Der Stückpreis fiel von rund 1.250–2.600 € auf rund 125–260 € — ein Zehntel. Untersetzungsgetriebe (Reducer) hätten sich im Preis halbiert. Die spezialisierten Zulieferer hätten in den vergangenen zwei bis drei Jahren sowohl Kapazität als auch Leistung massiv ausgebaut, so Zhao — Ergebnis der jahrzehntelten Fertigungserfahrung der chinesischen Industrie.

Wer dahinter steht: EngineAI gehört zu den bekanntesten chinesischen Humanoid-Herstellern — unter anderem durch den SE01 (Vollgrößen-Humanoid) und den T800 (Industrie). Im Mai 2026 nahm die Produktionsbasis Shenzhen Honghuali den Betrieb auf: Nach Unternehmensangaben fertigt die Linie alle 15 Minuten einen T800. Eine B-Runde über rund 180 Mio. € (Bewertung nach Abschluss über 1,3 Mrd. €) zeigt, wie viel Kapital in den Markt fließt. Auf den 100-m-Rekord-Rummel der World Humanoid Robot Games und die Unitree-IPO-Euphorie folgt damit die nüchterne Kostenperspektive.

Was das für Käufer bedeutet: 12.000–13.000 Euro Herstellkosten sind noch kein deutscher Angebotspreis — dazu kommen Vertrieb, Integration, Software, Service, Zoll und Mehrwertsteuer. Zum Vergleich: Der AgiBot G2 wird in Deutschland im Handel mit rund 135.000 Euro gelistet (siehe unser Modell-Porträt). Die Richtung ist trotzdem eindeutig: Die Kostenkurve fällt steil, und die großen Hersteller (Unitree, AgiBot, UBTECH, Fourier, Galbot, EngineAI) konkurrieren zunehmend über Preise statt nur über Fähigkeiten.

Für den Mittelstand: Wer heute ein Pilotprojekt plant, sollte auf fallendem Preisniveau kalkulieren — Angebote mit Preisbindung, Leasing statt Kauf, klare Upgrade-Pfade. Beobachtungspunkt ist, wann die Anschaffung inklusive Integration unter die Schwelle einer klassischen Automatisierungslösung fällt. Mit jeder Halbierung der Kosten rückt der Punkt näher, an dem Humanoide in der Gesamtkostenrechnung konkurrenzfähig werden.

EngineAI — Kosten & Fakten
Herstellkosten heute< 12.500 €
Herstellkosten vor 3 Jahren> 130.000 €
Kugelgewindetriebe (Stückpreis)≈ 1.250–2.600 → 125–260 €
UntersetzungsgetriebePreis ca. halbiert
Produktion Shenzhen Honghuali (seit 05/2026)1 T800 alle 15 Minuten
B-Runde≈ 180 Mio. €, Bewertung > 1,3 Mrd. €

Der offene Punkt: Es handelt sich um eine Herstellerangabe zu den Herstellkosten — nicht um einen Verkaufspreis in Deutschland. Auf den Angebotspreis kommen Vertrieb, Integration, Software, Service, Zoll und MwSt. Lassen Sie sich Preise schriftlich geben, bevor Sie kalkulieren.

Unsere Einordnung

Die Nachricht ist die Kostenkurve: zehnfacher Preisverfall in drei Jahren, getrieben von der chinesischen Zulieferindustrie. Humanoide rücken damit in die Preiszone, in der eine ehrliche ROI-Rechnung erstmals möglich wird — aber Herstellkosten sind nicht gleich Angebotspreis. Wer jetzt pilotiert, kauft auf fallendem Niveau; wer wartet, profitiert von der nächsten Halbierung. Entscheidend bleibt die Arbeitsprobe: Was der Roboter in Ihrer Halle trägt, montiert oder prüft, entscheidet mehr als der Stückpreis in Shenzhen.

Alle Modelle im Vergleich

AgiBot G2, Unitree, UBTECH & Co. — die Kandidaten für Ihre Halle.

Zum Modellvergleich →

Lohnt sich das?

Amortisation mit Ihren Zahlen rechnen — Kosten, Schichten, Auslastung.

Zum ROI-Rechner →

Was würde ein Roboter in Ihrem Betrieb kosten?

Rechnen Sie Break-even und Monatsrate in 60 Sekunden aus — kostenlos, ohne Anmeldung.

Zum ROI-Rechner →