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Figure Index: Das größte Roboter-Dataset der Welt — gebaut von Menschen, die beim Arbeiten filmen

Figure Index — Crowdsourcing-Dataset für general purpose Roboter
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Figure (Figure 02/03) beendet mit Index den Stealth-Modus: 264.000 App-Downloads in 100+ Ländern, 44.000+ wöchentliche Nutzer.
  • Die Community hat über 16 Millionen Videos für das Roboter-Training hochgeladen — der größte und vielfältigste physische Datensatz der Branche.
  • Das Modell: Menschen filmen sich bei der Arbeit und werden pro Minute bezahlt — statt teurer Teleoperation übernimmt Crowdsourcing die Datengewinnung.
  • Figure investiert rund 910 Mio. € in Daten und Rechenleistung.

Figure — der Hersteller der Humanoide Figure 02 und 03 — hat gestern Abend den Stealth-Modus beendet: Mit Index kommt die bislang größte Crowdsourcing-Plattform für Roboter-Trainingsdaten an die Öffentlichkeit. Die Zahlen sind beeindruckend: 264.000 App-Downloads in über 100 Ländern, mehr als 44.000 wöchentliche Nutzer und über 16 Millionen hochgeladene Videos.

Das Prinzip: Bezahltes Filmen statt teurer Fernsteuerung (Teleoperation)

Die klassische Daten-Gewinnung für humanoide Roboter ist teuer: Operatoren steuern den Roboter fern und sammeln so Teleoperations-Daten. Figure dreht das Modell um — die Creators filmen sich selbst bei ihren alltäglichen Aufgaben und werden dafür pro Minute bezahlt: Paid by the minute while you do your tasks. Wer sich anmeldet, erhält ein Aufnahmegerät und dokumentiert seine Arbeit — vom Regale-Einräumen bis zur Montage.

Warum das funktioniert

Der Trick: Echte Alltagsszenen sind vielfältiger als jede kuratierte Studio-Aufnahme. Aus Millionen solcher Videos lernt das Modell generalisierte Fähigkeiten — genau das, was einen Roboter vom Demonstrations-Objekt zum Alltags-Arbeiter macht. Für die Industrie ist das der entscheidende Unterschied: Ein Roboter, der aus 16 Millionen echten Arbeits-Videos gelernt hat, erkennt die Abläufe, die in keiner Lehrprobe stehen.

Die Strategie dahinter

Figure investiert laut Medienberichten rund 910 Mio. € in Daten und Rechenleistung. CEO Brett Adcock hatte mehrfach betont, dass Daten der Engpass der Robotik sind — nicht die Hardware. Mit Index will Figure genau diesen Engpass zur Festung ausbauen: Ein Datensatz, der für Wettbewerber praktisch nicht aufholbar ist.

Was das für den Mittelstand bedeutet

Für Einkäufer heißt das: Figure setzt auf die Skalierung genereller Fähigkeiten statt auf Nischen-Programmierung. Wer heute einen Humanoiden bewertet, sollte nicht nur auf das Modell schauen, sondern auf die Daten-Basis dahinter — sie entscheidet, ob der Roboter nach der Inbetriebnahme schneller dazulernt oder stehen bleibt. Der Daten-Vorsprung ist der neue Qualitätsmaßstab.

Index auf einen Blick
App-Downloads264.000 (100+ Länder)
Wöchentliche Nutzer44.000+
Trainingsvideos16+ Millionen
Vergütungpro Minute, während der Aufgaben
Investition≈ 910 Mio. € (Daten + Rechenleistung)
Bekannt gegeben26. August 2026

Fazit

Index ist der bislang klarste Beleg dafür, dass der Daten-Vorsprung die neue Wettbewerbsachse der Humanoid-Robotik ist. Wer den Markt beobachtet, sollte die Datenstrategie der Hersteller genauso ernst nehmen wie die Gehgeschwindigkeit — sie entscheidet, welche Roboter in drei Jahren wirklich in der Halle arbeiten.

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