Intel-Umfrage: 60 % der Großfirmen planen Roboter-Kollegen — aber nur 40 % haben eine Strategie

- 60 % der befragten Führungskräfte großer Unternehmen erwarten, innerhalb von fünf Jahren Roboter-Flotten im Betrieb zu haben.
- Nur 40 % haben eine Strategie für die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter.
- Die Mehrheit erwartet eine Verdopplung der Produktionsleistung, wenn Roboter im vollen Umfang laufen.
- Intel sieht die Arbeitsplatz-Robotik vor einem kritischen Wendepunkt — die Vorbereitung hinkt hinterher.
Roboter werden Kollegen — davon ist die Mehrheit großer Unternehmen überzeugt. Doch nur vier von zehn sind darauf vorbereitet. Das zeigt eine neue Intel-Befragung unter 800 Führungskräften aus aller Welt.
Die Zahlen. Intel hat 800 Führungskräfte von Unternehmen mit mehr als 455 Mio. € Jahresumsatz befragt. Ergebnis: 60 Prozent erwarten, innerhalb von fünf Jahren Roboter-Flotten im eigenen Betrieb zu haben. Eine Mehrheit rechnet damit, dass sich die Leistung verdoppelt, wenn Roboter überall mitarbeiten. Aber: Nur 40 Prozent der Firmen haben eine Strategie für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.
Wo es hakt. Der Report nennt fünf Baustellen: Strategie, Qualifikation, Sicherheit, Bauform und Infrastruktur. Viele Firmen unterschätzen, was ein großer Roboter-Rollout wirklich braucht. Selbst in der Verteidigungsindustrie klafft eine Lücke von 48 Prozent zwischen Zuversicht und Vorbereitung. Intel formuliert es so: Betriebsmodelle müssen für eine Belegschaft umgebaut werden, zu der auch autonome Systeme gehören.
Was das für Ihr Unternehmen heißt. Wer heute mit kleinen Pilotprojekten startet, sammelt Erfahrung, bevor die Technik günstiger und besser wird. Roboter müssen nicht menschlich aussehen — entscheidend ist, ob sie die Aufgabe zuverlässig erledigen. Das heißt konkret: Die ersten Roboter-Kollegen kommen dort, wo Arbeit körperlich schwer, monoton oder schwer zu besetzen ist: Logistik, Produktion, Lager.
Einordnung. Der Report stammt von Intel — einem Konzern, der Chips für Roboter verkauft. Die Zahlen sind also eine Momentaufnahme mit Marketing-Brille. Der Kernbefund deckt sich aber mit anderen Studien: Die Technik kommt schneller als die Vorbereitung in den Betrieben.
| Befragte | 800 Führungskräfte (Firmen > 455 Mio. € Umsatz) |
| Roboter-Flotten in 5 Jahren | 60 % erwarten das |
| Mit Strategie | nur 40 % |
| Leistung bei vollem Einsatz | Verdopplung erwartet (Mehrheit) |
| Vorbereitungslücke (Verteidigung) | 48 % |
| Report-Name | The Robotics Readiness Gap (Intel, 2026) |
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