CIIF Shanghai: JAKA zeigt schweren Rad-Humanoiden Kargo50 und 50-Kilo-Cobot

- JAKA zeigt auf der CIIF in Shanghai (12. bis 16. Oktober) zwei Weltpremieren: den Rad-Humanoiden Kargo50 und den Cobot Zu50.
- Der Zu50 trägt bis 50 Kilogramm, reicht 2.100 Millimeter weit und soll auf den Achsen bis zu 50 Prozent schneller sein.
- Der Vorgänger Kargo10 läuft laut JAKA bei Auto-Zulieferern und Elektronikherstellern; die Taktzeit je Kiste sank von 105 auf 28 Sekunden.
- Gesteuert wird das Ganze von JAKA EVO, einem Betriebssystem für körperliche KI aus Cloud-Modell, Edge-Modell und Bewegungssteuerung.
JAKA Robotics nutzt die Industriemesse CIIF in Shanghai für zwei Neuheiten: den Rad-Humanoiden Kargo50 und den Cobot Zu50. Beide werden als Weltpremiere angekündigt, die Messe läuft vom 12. bis 16. Oktober. Der Kargo50 soll Kisten und Material zwischen Stationen bewegen — die Aufgabe, die in vielen Werken heute Gabelstapler und Laufwege erledigen.
Der Neue ist für mehr Gewicht gebaut. Kargo50 erweitert JAKAs Kargo-Reihe nach oben. Zahlen zur Traglast nennt der Hersteller noch nicht. Beim kleineren Kargo10 verweist JAKA auf Seriennutzung bei Auto-Zulieferern und Elektronikherstellern. Nach Anpassung durch Techniker vor Ort sank die Taktzeit je Kiste von 105 auf 28 Sekunden; ein neuer Einsatz ist heute in 57 Tagen aufgebaut.
Der stärkste Arm der Reihe. Der Zu50 trägt bis 50 Kilogramm und erreicht 2.100 Millimeter. Laut Produktseite sind die Achsen bis zu 50 Prozent schneller, weil JAKA neue Gelenkmodule mit hoher Leistungsdichte einsetzt. Das heißt konkret: Ein Betrieb bewegt schwere Teile mit einer Maschine statt mit zweien und spart einen Aufbau.
Gezeigt wird eine Zelle, keine Pose. JAKA hat auf dem Stand eine Fertigungszelle nachgebaut. Zwei Rad-Humanoide arbeiteten als Paar: Einer brachte einen Motor an die Position, der zweite zog die Schrauben fest, danach fuhren beide zurück. Laut Marketingchef Wang Lei beschreibt der Mitarbeiter nur das Ziel; das System plant die Schritte selbst und prüft sie.
Die Software dahinter. Basis ist JAKA EVO, ein System für körperliche KI („Embodied AI“) aus dem Jahr 2025. Es teilt die Arbeit auf drei Ebenen: Ein Cloud-Modell erkennt die Szene, plant die Aufgabe und entscheidet, ein Edge-Modell plant Bewegung und Kraft, ein Motion-Controller reagiert mit einem Kilohertz. JAKA wurde 2014 gegründet und führt heute zwei Linien: Cobots und körperliche KI.
| Messe | CIIF Shanghai, 12.–16. Oktober 2026 |
| Neuheiten | Kargo50 (Rad-Humanoid) und Zu50 (Cobot), beide als Weltpremiere |
| Zu50 | bis 50 kg Traglast, 2.100 mm Reichweite, bis 50 % schnellere Achsen |
| Kargo10 (Vorgänger) | Taktzeit je Kiste 105 → 28 Sekunden nach Anpassung |
| Inbetriebnahme | 57 Tage für einen neuen Einsatz |
| Steuerung | JAKA EVO: Cloud-Modell, Edge-Modell, Motion-Controller mit 1 kHz |
Zum Kargo50 nennt JAKA weder Traglast noch Preis; am Starttag fehlte das Gerät auch auf der englischen Produktseite. Die 28 Sekunden sind eine Herstellerangabe aus einem betreuten Einsatz, keine Messung unter fremder Aufsicht.
Materialfluss wird konkret
Der Weg in die Halle führt über Räder, nicht über Beine: Kargo50 schiebt Material über den Boden, wo heute Gabelstapler und Laufwege sind. Für Betriebe lohnt die Frage, welche Transportaufgabe in festen Bahnen läuft und was eine Kiste heute an Personalzeit kostet.
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