Maven Robotics: 91 Mio. € für Radroboter im Verteilzentrum

- 91 Mio. € Series A von RoboStrategy, LocalGlobe, Vine Ventures und XTX Markets Ventures.
- Acht Roboter laufen 16 Stunden am Tag bei über 99 Prozent Verfügbarkeit.
- Kernaufgabe: gemischte Paletten im Verteilzentrum — heute reine Handarbeit.
- Plan: 250 Roboter der dritten Generation, danach eine vierte Plattform.
Das US-Startup Maven Robotics kommt aus dem Verborgenen — mit 91 Mio. € frischem Kapital. Acht Roboter laufen bereits im Kundenbetrieb, 16 Stunden am Tag. Die Maschinen stehen auf Rädern, haben zwei Arme und bauen gemischte Paletten.
Worum es geht. Ein Verteilzentrum erhält Kartons aus vielen Fabriken. Daraus entstehen neue Paletten mit gemischter Ware für den jeweiligen Markt. Diese Arbeit machen heute Menschen: Sie laufen durch das Lager und stellen Palette für Palette zusammen. Maven will genau diesen Ablauf komplett übernehmen. Der Roboter hängt sich an einer Seite in das Lagerverwaltungssystem ein; am anderen Ende geht die fertige Palette auf den Lkw.
Die Technik. Die Roboter sitzen auf einer Radbasis, fahren bis zu 16 Kilometer pro Stunde und haben zwei Arme. Jeder Arm hebt bis zu 30 Kilogramm. Gegriffen wird mit Sauggreifern. Auf Beine verzichtet das Unternehmen bewusst. Firmenchef Hamza Derbas arbeitete neun Jahre bei Apple und sagt über laufende Humanoide: Für diese Arbeit seien sie sehr komplex, unzuverlässig und kosteten unnötig. Für ihn zählt der Ertrag pro Maschinenstunde.
Wer dahintersteht. Gegründet wurde Maven 2024 von Hamza Derbas und seinem Bruder Khalid, dem Finanzchef. Das Geld kommt von RoboStrategy, LocalGlobe, Vine Ventures und XTX Markets Ventures. Viele Teammitglieder kommen aus der Auto- und Selbstfahrbranche — dort wurde das Trainieren autonomer Maschinen mit echten Daten am weitesten entwickelt.
Wie groß die Aufgabe ist. Gemischtes Palettieren ist nach Einschätzung des Unternehmens ein Markt von rund 73 Mrd. €. Maven geht Aufgabe für Aufgabe vor: erst Palettieren, dann Materialhandling, später Fertigung. Für die nächste Stufe braucht es Fähigkeiten, die es heute noch nicht gibt.
| Finanzierung | 91 Mio. € Series A |
| Investoren | RoboStrategy, LocalGlobe, Vine Ventures, XTX |
| Standort | Santa Clara (USA) |
| Im Einsatz | 8 Roboter, 16 Stunden am Tag, über 99 % Verfügbarkeit |
| Roboter | Radbasis, zwei Arme, 30 kg Hubkraft, bis 16 km/h |
| Ausbauplan | 250 Roboter der dritten Generation |
| Zielmarkt | gemischtes Palettieren, rund 73 Mrd. € |
Einordnung: Umsatz, Kundennamen und Verfügbarkeitswerte nennt das Unternehmen selbst. Unabhängige Betriebsdaten aus den Kundenlagern liegen nicht vor.
Fazit
Maven setzt nicht auf humanoide Beine, sondern auf Nutzen pro Lkw. Für den Mittelstand ist diese Richtung greifbarer: erprobte Radtechnik, eine klar umrissene Aufgabe und Wartung ohne Spezialwerkstatt.
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