KI-Software für FANUC-Roboter: Palladyne bringt lernende Industrieroboter in die Werkshalle

- Palladyne AI und FANUC America kündigen eine strategische Zusammenarbeit für KI-gesteuerte Industrieroboter an.
- Die Software Palladyne IQ bringt Robotern neue Aufgaben in wenigen Vorführungen bei – ohne Cloud-Anbindung.
- Sechs Initiativen umfassen Optimierung, KI-Bewegungsplanung, Simulation und gemeinsame Kundentests.
- Zielgruppe: Fertigung, Lager und Logistik – FANUC-Roboter stehen weltweit millionenfach in Werkshallen.
Industrieroboter von FANUC sollen künftig selbst lernen: Der Software-Hersteller Palladyne AI und FANUC America arbeiten zusammen, um klassische Roboterarme mit KI flexibler zu machen. Das Ziel: Roboter, die sich neuen Aufgaben in Minuten anpassen – statt aufwendig neu programmiert zu werden.
Was angekündigt wurde. Palladyne AI und FANUC America haben am 8. September eine strategische Kooperation bekannt gegeben. Im Zentrum steht die Software Palladyne IQ, eine Plattform für lernende Industrieroboter. Die Partner planen sechs Initiativen: von der Optimierung der Software auf FANUC-Robotern über KI-Bewegungsplanung bis zu Simulation und gemeinsamen Kundentests.
Wie der Roboter lernt. Palladyne IQ arbeitet in vier Schritten: beobachten, lernen, planen, handeln. Ein Roboter bekommt eine neue Aufgabe ein- bis fünfmal gezeigt – etwa das Greifen von Teilen aus einer Kiste – und setzt sie danach selbst um. Die Software verbindet Sensordaten wie Kameras, Radar und Abstandsmessung. Das heißt konkret: Der Roboter passt sich an, wenn Teile anders liegen als geplant.
Ein Detail ist für deutsche Betriebe wichtig: Die Software läuft direkt am Roboter, ohne Cloud. Fertigungsdaten verlassen die Halle nicht. Das erleichtert den Einsatz in Unternehmen mit strengen Datenschutz- oder Sicherheitsanforderungen. Bedient wird die Software über grafische Oberflächen – eine Programmierung im klassischen Sinn ist nicht nötig.
Warum FANUC. FANUC-Roboter stehen millionenfach in Werkshallen weltweit, auch in Deutschland. Eine KI-Nachrüstung könnte viele davon flexibler machen, ohne neue Hardware. Finanzielle Details oder erste Kunden nannten die Unternehmen nicht.
| Partner | Palladyne AI (Salt Lake City) + FANUC America |
| Software | Palladyne IQ (beobachten–lernen–planen–handeln) |
| Lernaufwand | 1–5 Vorführungen pro Aufgabe |
| Cloud | nicht erforderlich, läuft direkt am Roboter |
| Initiativen | 6 (u. a. KI-Bewegung, Simulation, Kundentests) |
| Zielbranchen | Fertigung, Lager, Logistik |
Nachrüsten statt neu kaufen
Die Kooperation zielt genau auf den Schmerzpunkt vieler Betriebe: starre Roboter, teure Neuprogrammierung. Wenn sich Bestandsroboter per Software flexibler machen lassen, wird KI zur Nachrüstoption für die Werkshalle. Mittelständler mit FANUC-Anlagen sollten die ersten Kundentests im Auge behalten.
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