Microduck: Der Enten-Roboter von Pollen Robotics kostet 440 Euro

- Pollen Robotics (Frankreich, seit 2025 Teil von Hugging Face) verkauft den Biped Microduck für 440 €.
- 25 cm groß, 15 Motoren, Kamera, Tiefensensor und Greif-Schnabel; läuft, sitzt, steht selbstständig auf, fährt auf Rollen.
- Open Source: Trainings-Pipeline (MuJoCo, PPO, sim2real) auf GitHub — der Roboter lernt in der Simulation, die Netze laufen danach auf der Hardware.
- Preis in Deutschland 440 €; der internationale Vorverkauf startete bei umgerechnet rund 360 €.
Ein Roboter für 440 €, der aussieht wie eine Quietscheente — und trotzdem ernsthaft Robotik kann. Der französische Hersteller Pollen Robotics (seit 2025 Teil von Hugging Face) bringt mit dem Microduck einen zweibeinigen Mini-Roboter auf den Markt. Er lernt neue Tricks in der Simulation und führt sie in der echten Welt aus. heise online fragt sich: Wer braucht Microduck?
Was die Ente kann
Der Microduck ist 25 Zentimeter groß und hat 15 Motoren, eine Kamera, einen kleinen Tiefensensor, zwei IMUs und einen beweglichen Schnabel, der kleine Objekte greifen kann. Er läuft, sitzt, hockt, steht aus den meisten Stürzen selbstständig auf — und kann mit Rollen sogar Rollschuh fahren. Gesteuert wird er per Gamepad, kommuniziert wird über eingebaute Lautsprecher und Mikrofon: Jeder Roboter bekommt nach dem Einrichten eine eigene, dauerhafte „Audio-Identität“ und quakt mit eigener Stimme.
Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal
Der Microduck ist offen: Der komplette Trainings-Stack liegt auf GitHub. Verhaltensweisen werden in der Simulation mit MuJoCo und PPO trainiert und als neuronale Netze in den Roboter exportiert — das etablierte sim2real-Rezept aus der Robotik-Forschung, hier zum Anfassen. Damit ist die Ente beides: Spielzeug und Lernplattform für Reinforcement Learning, Robotik und KI — für Schulen, Hobby-Entwickler und Unternehmen, die Mitarbeitende an embodied AI heranführen wollen.
Preis und Verfügbarkeit
In Deutschland nennt heise online 440 €; der internationale Vorverkauf startete bei umgerechnet rund 360 €. Angesichts dessen, was technisch drinsteckt (Kamera, Sensorik, 15 Servos, offener Software-Stack), ist das für Robotik-Verhältnisse günstig — die große Frage ist wie immer der Nutzen im Alltag. Wer einen Einstieg in Physical AI sucht, bekommt mit dem Microduck ein ehrliches, hackbares System statt einer Blackbox.
| Preis (DE) | 440 € |
| Größe | 25 cm, zweibeinig |
| Antrieb | 15 Motoren |
| Sensorik | Kamera, Tiefensensor, 2 IMUs |
| Besonderheit | Greif-Schnabel, eigene Stimme |
| Software | Open Source (MuJoCo, PPO, sim2real) |
Unsere Einordnung
Microduck ist kein Industriewerkzeug, aber ein cleverer Einstieg: Für den Preis eines Mittelklasse-Smartphones bekommt man einen echten Biped mit offenem Trainings-Stack — ideal zum Ausprobieren, Lehren und Lernen. Für Unternehmen, die KI-Kompetenz aufbauen, ist die Ente damit mehr als ein Gimmick.
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