Unitree „Superman“: 12,66 m/s und 2-Meter-Sprung — neue Rekorde

- Neuer Unitree-Humanoid erreicht 12,66 m/s (ca. 45,6 km/h) und 2 Meter Standhochsprung.
- Damit übertrifft er die menschlichen Rekorde in beiden Disziplinen.
- Video-Vorstellung direkt vom Hersteller, veröffentlicht Tage vor dem Unitree-IPO.
Was vor zwei Jahren noch nach Science-Fiction klang, ist messbare Realität: Der neue Unitree-Humanoid läuft schneller als ein Mensch und springt höher — live vorgeführt in einem Herstellervideo.
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Die Zahlen
Mit 12,66 m/s Sprintgeschwindigkeit und einem Standhochsprung von zwei Metern übertrifft der Roboter die Rekordwerte von Menschen. Zum Vergleich: Usain Bolts Weltrekord über 100 Meter liegt bei durchschnittlich 10,44 m/s. Unitree spricht vom „Superman“-Modell und zeigt den Roboter in Aktion — ein Video, das in der Branche für Aufsehen sorgt.
| Sprintgeschwindigkeit | 12,66 m/s (ca. 45,6 km/h) |
| Standhochsprung | 2,00 m |
| Vergleichswert Mensch (Sprint) | 10,44 m/s — Weltrekord Usain Bolt |
| Unabhängige Überprüfung | keine Angabe |
| Preis und Verfügbarkeit | keine Angabe |
Bemerkenswert ist weniger der einzelne Rekord als die Summe: Standhochsprung, Sprint und flüssige Bewegungsübergänge in einem System. Vor einem Jahr noch galten solche Werte als unrealistisch für zweibeinige Maschinen. Die Entwicklung kommt von einer Firma, die ihre Bein-Roboter offen als Plattform verkauft — nicht als geschlossenes Forschungsprojekt.
Warum jetzt
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist kein Zufall: Unitree steht unmittelbar vor seinem Börsengang am STAR Market in Shanghai. Die Rekordvorstellung ist zugleich Schaufenster für Investoren und ein Statement an die Konkurrenz von Figure, 1X und den chinesischen Herstellern.
Einordnung: Es handelt sich um Herstellerangaben aus einem Werbevideo. Sprint- und Sprungwerte sagen nichts über die Eigenschaften aus, die im Betrieb zählen — Traglast, Taktzeit, Störrate und Wartungsaufwand. Lassen Sie sich bei Kaufgesprächen Werte nennen, die zu Ihrer Aufgabe passen, nicht zu einem Rekordvideo.
Was das für Betriebe bedeutet
Für Betriebe, die über humanoide Roboter nachdenken, verschiebt sich damit die Frage: Nicht mehr „Kann das Ding laufen?“, sondern „Was kostet der Dauerbetrieb, und welche Aufgabe rechnet sich zuerst?“. Die Mobilität ist vom Tisch — Arbeitszeit, Zuverlässigkeit und Preis bleiben die eigentlichen Entscheidungskriterien.
Was als Nächstes kommt: Unitree hat angekündigt, die Produktion der Bein-Plattformen weiter hochzufahren. Mit dem Börsengang in der Tasche dürften Preis und Verfügbarkeit der bestehenden Modelle eher sinken als steigen.
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