NEURA Robotics holt SECO an Bord: Rechenmodule für den Humanoiden 4NE1 aus Europa

- NEURA Robotics (Metzingen) und SECO (Arezzo, Italien) verkünden eine strategische Partnerschaft: SECO entwickelt und fertigt die Rechenmodule für NEURAs kognitive Roboter inklusive des Humanoiden 4NE1.
- In den Modulen stecken Roboter-Prozessoren von Qualcomm (Baureihe Dragonwing) — NEURA verteilt die Steuerung damit dezentral über den ganzen Roboter (Prinzip „Smart Limbs“).
- Geplant sind außerdem ein NEURA-Trainingszentrum in Italien und Automationslösungen für die Halbleiter- und Elektronikfertigung.
- Ziel der Partnerschaft: skalierbare Serienproduktion in Europa — ein europäisches Gegengewicht zu Zulieferketten über Asien und die USA.
Der deutsche Roboterhersteller NEURA Robotics holt sich einen Partner für die Stückzahl: SECO aus Arezzo entwickelt und fertigt künftig die Rechenmodule für NEURAs kognitive Roboter — bis hin zum Humanoiden 4NE1. Beide Unternehmen sprachen am 7. September von einer strategischen Partnerschaft, um KI-gesteuerte Maschinen („Physical AI“) in Europa industrialisieren zu wollen.
Wer die Partner sind. NEURA Robotics aus Metzingen baut kognitive Roboter: die Cobots MAiRA und MiPA für die Industrie und den Humanoiden 4NE1. SECO S.p.A. aus Arezzo ist ein italienischer Elektronik-Dienstleister mit Spezialgebiet „eingebettete Systeme“ — Mini-Computer, die direkt in Maschinen verbaut werden. SECO fertigt solche Systeme bereits für Industrieanlagen und gilt als Europaspezialist für KI direkt am Gerät.
Was SECO für NEURA baut. SECO konstruiert und produziert die Rechenmodule für NEURAs Roboter. Darin stecken Roboter-Prozessoren von Qualcomm aus der Baureihe Dragonwing. NEURA verteilt die Steuerung bewusst über den ganzen Körper — das Unternehmen nennt das „Smart Limbs“. Das heißt konkret: Arme, Beine und Sensoren rechnen selbst, statt auf einen zentralen Computer zu warten. So reagiert der Roboter in Millisekunden und kann sicher neben Menschen arbeiten.
Was als Nächstes kommt. Die Partner planen ein NEURA-Trainingszentrum in Italien — das erste in Südeuropa. Dort sollen Roboter reale Abläufe lernen, etwa in der Halbleiter- und Elektronikfertigung. Die gesammelten Produktionsdaten wollen beide in Automationslösungen für diese Industrie übersetzen. Das Muster dahinter: europäisches Fertigungswissen wird zu Roboter-Wissen und lässt sich weltweit verkaufen.
Warum das für Einkäufer zählt. Wer humanoide Roboter kauft, kauft auch deren Lieferkette mit. NEURA verlagert einen zentralen Teil davon — die Steuerelektronik — nach Europa, zu einem Partner, der die Serie in Stückzahl fertigen kann. Für Betriebe, die auf Lieferketten-Sicherheit und europäische Produktion achten, ist das ein Argument. Wer selbst Roboter beschafft, sollte künftig nach dem Fertigungsort der Elektronik fragen.
| Partner | NEURA Robotics (Metzingen, DE) + SECO (Arezzo, IT) |
| Aufgabe | Entwicklung und Fertigung der Rechenmodule |
| Prozessoren | Qualcomm Dragonwing (Roboter-Chips) |
| Roboter | kognitive Serie, inklusive Humanoid 4NE1 |
| Nächste Schritte | Trainingszentrum Italien, Halbleiter-Automation |
| Ankündigung | 7. September 2026 |
Einordnung
NEURA stellt sich für den Serien-Hochlauf auf: Der Humanoid 4NE1 braucht Elektronik in Stückzahl, nicht in Kleinserie. Mit SECO steht die dafür nötige Fertigung in Europa — ein Unterschied zu Herstellern, deren Zulieferketten über Asien laufen. Ob die Stückzahlen kommen, entscheidet der Markt. Die Basis dafür steht.
NEURA im Porträt
Wer NEURA Robotics ist: Geschichte, Modellfamilie und die Pläne des deutschen Herstellers.
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