Förderung prüfen →
Im FokusNewsFörder-CheckROI-RechnerBeratung — Robo ReadyNewsletter
WerkzeugeFörder-CheckROI-RechnerKaufcheck: 16 ModelleAnbieter in Ihrer NäheHersteller & MarktausblickMarktübersicht & VergleichRoboter kaufenRoboter mieten (RaaS)Sicherheit & Pflichten
BranchenKleine ProduktionMetallbau & CNCBäckerei & LebensmittelLager & LogistikHandwerkReinigung & GebäudeLandwirtschaftGastronomie & HotelleriePflege & GesundheitswesenBauwesen
StartNewsEinsatz
Einsatz

Osaka Metro testet humanoiden Stationsassistenten mit Gemini-KI

Humanoid in Osaka-Metro-Uniform am Informationsschalter der Station Umeda
Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Humanoid am Nordausgang der Midosuji-Linie im Bahnhof Umeda, täglich 11 bis 20 Uhr, Test bis 6. September.
  • Entwickelt von KDDI und AVITA; Grunddesign vom japanischen Robotik-Professor Hiroshi Ishiguro.
  • Antworten per Googles generativer KI Gemini; Sprachen: Japanisch, Englisch, Chinesisch; QR-Code für längere Wegbeschreibungen.
  • Zweiter Testlauf folgt vom 9. bis 15. September an der Station Tanimachi Kyuchome.
  • Vorgänger-Roboter „ugo“ führte 2025 in Umeda über 6.000 Gespräche; Tokyo Metro setzt dagegen auf Remote-Terminals (alle 171 Stationen bis 2028).

Seit dem 31. August steht am Nordausgang der Midosuji-Linie im Bahnhof Umeda ein humanoider Roboter im Dienst der Osaka Metro: Er erklärt Umsteigewege, nennt Sehenswürdigkeiten und beantwortet Fragen auf Japanisch, Englisch und Chinesisch. Dahinter stecken Googles Gemini, der Telekomkonzern KDDI und der japanische Robotik-Professor Hiroshi Ishiguro.

Der Roboter trägt eine Osaka-Metro-Uniform und steht an einem eigens eingerichteten Schalter direkt an der Ticket-Sperre. Die generative KI Gemini liefert die Antworten — auch auf komplexere Fragen, wie Umsteigezeiten oder Empfehlungen für Touristenziele. Für längere Wegbeschreibungen zeigt ein Monitor einen QR-Code, den Fahrgäste mit dem Smartphone scannen und die Strecke dann auf dem Handy angezeigt bekommen. Betrieb ist täglich von 11 bis 20 Uhr; der erste Testlauf läuft bis zum 6. September.

Entwickelt wurde das System von KDDI und dem Tokioter Unternehmen AVITA, dessen Präsident Hiroshi Ishiguro ist — Professor an der Universität Osaka und Direktor des „Future of Life“-Pavillons der Expo 2025. Sein Grunddesign wurde für den Stationsassistenten technisch überarbeitet; die Anbindung an Gemini kündigten die Partner am 30. Juli an. KDDI und AVITA hatten im März 2026 eine Zusammenarbeit bei Physical-AI-Systemen vereinbart und planen Tests in Geschäften und anderen Einrichtungen ab Herbst 2026.

Osaka Metro prüft während des Versuchs nicht nur die Technik, sondern auch die Annahme durch die Fahrgäste: Wie groß ist die Nachfrage nach persönlicher Beratung durch einen Humanoiden? Ein zweiter Testlauf folgt vom 9. bis 15. September an der Station Tanimachi Kyuchome. Erfahrung mit KI-Robotern hat der Betreiber bereits: Von Januar bis März 2025 stand der mehrsprachige Roboter „ugo“ in Umeda und führte über 6.000 Gespräche — reagierte allerdings auf Bahnhofsdurchsagen und lieferte teils schwache Antworten, woraufhin Osaka Metro das System überarbeitete.

Die Motivation ist offensichtlich: Japan fehlen Arbeitskräfte, und der öffentliche Nahverkehr muss Millionen internationale Gäste betreuen. Parallel automatisiert Tokyo Metro die Fahrgastinformation — allerdings nicht mit Humanoiden: Bis Ende März 2028 sollen an den Sperren aller 171 Stationen Terminals stehen, über die Fahrgäste per Video mit Mitarbeitenden an einem anderen Standort sprechen. Osaka geht mit dem Humanoiden den exponierteren Weg.

Für deutsche Betriebe ist der Test ein interessanter Beleg, dass humanoide Service-Roboter den Sprung in den harten Alltag schaffen können — wenn die KI-Basis (hier Gemini) und die Dialogführung stimmen. Die Hürden zeigt der Versuch gleich mit: Betriebszeiten, Akzeptanz, Durchsagen-Störungen und die Qualität der Antworten sind die Parameter, an denen sich später auch andere Anbieter messen lassen müssen.

Einordnung: Es handelt sich um einen zeitlich begrenzten Feldversuch, keine Serien-Einführung. Aber die Kombination aus etabliertem Bahnbetreiber, Telekom-Infrastruktur (KDDI) und Humanoid-Design (Ishiguro/AVITA) macht Osaka zu einem der sichtbarsten Reallabore für humanoide Kundendienst-Roboter weltweit.

Osaka Metro — Humanoid am Bahnhof Umeda
Start31. August 2026, Bahnhof Umeda (Nordausgang Midosuji-Linie)
Betriebszeitentäglich 11–20 Uhr (erster Tag ab 13 Uhr)
Erster Testlaufbis 6. September 2026
Zweiter Testlauf9.–15. September, Station Tanimachi Kyuchome
KIGoogles Gemini (generative KI)
SprachenJapanisch, Englisch, Chinesisch (+ weitere)
EntwicklerKDDI + AVITA (Design: Hiroshi Ishiguro)
Vorgänger 2025Roboter „ugo“, über 6.000 Gespräche in Umeda

Einordnung

Osaka Metro testet mit Gemini und einem Ishiguro-Design den bislang sichtbarsten humanoiden Kundendienst-Einsatz im öffentlichen Nahverkehr. Wer ähnliche Szenarien plant, sollte die Akzeptanz- und Qualitätsdaten des Versuchs beobachten — sie entscheiden, ob Humanoide an Service-Schaltern mehr als eine Messe-Attraktion sind.

Humanoid-Markt H1 2026: 22.000 Roboter weltweit

Der Marktüberblick: Wer liefert, was kostet, wohin die Reise geht — die Halbjahres-Bilanz der Branche.

Zum Marktüberblick

Was würde ein Roboter in Ihrem Betrieb kosten?

Rechnen Sie Break-even und Monatsrate in 60 Sekunden aus — kostenlos, ohne Anmeldung.

Zum ROI-Rechner →