Rekord-Deal für Roboter-KI: 100.000 Nvidia-GPUs für Figure — bis zu 5,5 Mrd. €

- Nscale (London) und Figure (USA) schließen einen mehrjährigen Vertrag: bis zu 100.000 Nvidia-GPUs für das Training humanoider Roboter.
- Der Startwert liegt bei umgerechnet rund 3,2 Mrd. €, das Volumen kann auf rund 5,5 Mrd. € wachsen.
- Dafür nimmt Nscale Anteile an Figure und wird bevorzugter Cloud-Partner — Rechenleistung gegen Firmenwert.
- Hintergrund: Humanoide lernen nicht aus Internettexten, sondern aus echten Roboterbewegungen — das braucht riesige Rechenzentren.
Der US-Humanoid-Hersteller Figure hat den nach eigenen Angaben größten Rechen-Deal der Branche unterschrieben: Der Londoner Cloud-Anbieter Nscale liefert bis zu 100.000 Nvidia-GPUs für das Training der Figure-Roboter. Der Vertrag startet bei umgerechnet rund 3,2 Mrd. € und kann auf rund 5,5 Mrd. € wachsen.
Wer die Partner sind. Figure aus Kalifornien baut humanoide Roboter, aktuelles Modell ist der Figure 03, dazu kommt die Steuer-KI Helix. Nscale ist ein Cloud-Anbieter aus London, der riesige Grafikprozessor-Cluster an KI-Firmen vermietet. Am 3. September unterschrieben beide einen mehrjährigen Vertrag; Bloomberg und Reuters bestätigten die Eckdaten.
Was der Deal enthält. Nscale liefert zunächst Rechenleistung im Wert von mindestens rund 3,2 Mrd. €, ausbaufähig auf rund 5,5 Mrd. €. Dafür erhält Nscale eine Beteiligung an Figure und wird bevorzugter Rechen-Partner. Erstmals beantwortet ein Vertrag damit die Frage, wer das millionenschwere Training humanoider Roboter finanziert: der Cloud-Anbieter — gegen Anteile am erhofften Aufstieg.
Warum Roboter so viel Rechenleistung brauchen. Anders als Chatbots lernt ein Roboter nicht aus Texten aus dem Internet. Seine Steuer-KI, ein sogenanntes VLA-Modell, trainiert mit Bildern, Sprache und Bewegungen aus echten oder simulierten Einsätzen. Jede neue Aufgabe erzeugt neue Trainingsdaten. Das heißt konkret: Wer heute einen Humanoiden kauft, kauft indirekt ein System mit, das ständig nachtrainiert wird — der Rechenbedarf endet nicht mit der Auslieferung.
Was das für den Mittelstand bedeutet. Die Vereinbarung zeigt, wohin die Branche steuert: Humanoide werden nicht mehr nur als Maschinen verkauft, sondern als Paket aus Hardware, KI-Modell und Cloud. Wer langfristig plant, sollte Anbieter fragen, wer die Modelle trainiert, wie Updates laufen und ob genug Rechenkapazität dahintersteht. Sonst endet die Leistungsfähigkeit des Roboters dort, wo das Training seines Herstellers aufhört.
| Partner | Nscale (London, KI-Cloud) + Figure (Kalifornien, Humanoide) |
| Vertrag | mehrjährig, unterzeichnet am 3. September 2026 |
| Umfang | mind. rund 3,2 Mrd. €, ausbaubar auf rund 5,5 Mrd. € |
| Hardware | bis zu 100.000 Nvidia-GPUs (Vera-Rubin-Plattform) |
| Beteiligung | Nscale erhält Anteile an Figure, wird bevorzugter Cloud-Partner |
| Figure-Systeme | Roboter Figure 03, Steuer-KI Helix (VLA-Modell) |
Alle Beträge sind Umrechnungen der in US-Währung genannten Vertragswerte. Die Zahlen stammen aus der gemeinsamen Ankündigung und Medienberichten; ob und wie schnell das volle Volumen abgerufen wird, ist offen. Auch Figure-Größen wie Umsatz oder Auslieferungszahlen werden nicht genannt.
Einordnung
Der Deal ist ein Meilenstein, weil er die Finanzierungslogik der Branche verändert: Rechen-Clouds wetten mit Milliarden direkt auf einzelne Roboterhersteller. Für Einkäufer bleibt die Kernfrage unverändert — nicht, wie viel Rechenleistung ein Hersteller mieten kann, sondern was der Roboter im eigenen Betrieb tatsächlich leistet.
Figure Index
So sammelt Figure Trainingsdaten für seine Roboter — das größte Datenset der Branche.
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